Schleswig : Neue Büros für das Verwaltungsgericht

Im Gerichtsgebäude an der Brockdorff-Rantzau-Straße sind das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht untergebracht.
Im Gerichtsgebäude an der Brockdorff-Rantzau-Straße sind das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht untergebracht.

Die große Zahl der Asylverfahren macht es nötig: Im Schleswiger Verwaltungsgericht wird der Dachboden ausgebaut.

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31. August 2018, 16:40 Uhr

Das Verwaltungsgericht in der Brockdorff-Rantzau-Straße baut seinen Dachboden aus. Die Justiz reagiert damit auf die anhaltend hohe Zahl von Asylverfahren, die von den Schleswiger Richtern zu bearbeiten sind. Die Verwaltungsgerichtsbarkeit hat in den letzten drei Jahren insgesamt 25 zusätzliche Richterstellen sowie 13 Stellen im nichtrichterlichen Bereich bekommen. Weitere vier Stellen sind für den Landeshaushalt 2019 beantragt, um die erhöhten Eingangszahlen beim Oberverwaltungsgericht als zweiter Instanz abzufangen.

Dieser Personalzuwachshabe auch eine Erweiterung der Bürofläche dringend erforderlich gemacht, heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums. In den vergangenen vier Monaten wurden im Dachboden des Gerichtsgebäudes 14 zusätzliche Büros eingerichtet, die in den kommenden Tagen bezogen werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 480 000 Euro. „Diese Personalaufstockung mitsamt der Schaffung zusätzlicher Büroflächen ist eine kräftige Investition in die Leistungsfähigkeit der Verwaltungsgerichtsbarkeit“, erklärte Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Bei den Asylverfahren ist am Verwaltungsgericht Schleswig derzeit eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen. Während dort im Jahr 2017 die Rekordzahl von 9315 neuen Asylverfahren einging, waren es im ersten Halbjahr 2018 nur noch 2717 Verfahren. Dennoch sind weiterhin rund 7000 offene Verfahren abzuschließen.

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