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Silberstedt/TReia : Neue Brücke kostet 271 500 Euro

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Sanierung der bestehenden Treene-Querung in Goosholz ist zwecklos: Silberstedt und Treia sprechen sich für ein Ersatzbauwerk aus. Die 40 Jahre alte Brücke muss abgerissen werden.

Es kommt eher selten vor, dass die Bauausschüsse von zwei Gemeinden zusammen tagen. Das war jetzt jedoch im Sitzungssaal der Amtsverwaltung Arensharde der Fall. Gemeinsam beschäftigt die Gemeinden Silberstedt und Treia, wie es mit der Goosholzer/Holmer Brücke weitergehen soll, die zurzeit aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Die Hoffnungen, dass die Brücke saniert werden könnte, haben sich inzwischen zerschlagen, weil sich herausstellte, dass die tragenden Elemente nicht mehr sicher sind. Die vor über 40 Jahren im Zuge der Flurbereinigung über die Treene aus Holz gebaute Brücke mit Stahlunterbau ist durch ihre geschwungene Bauweise ein hübscher Blickfang, der gut in die Wiesenlandschaft rundherum passt. Sie wird von zahlreichen Wanderern und Radfahrern genutzt.

„Die Trägerpfähle reichen nicht mehr aus. Die Brücke muss auf neue Pfähle gestellt werden“, stellte Lutz Schnoor vom Bauamt klar. Und der Silberstedter Bauausschuss-Vorsitzende Peter Hoffmann ergänzte: „Hier geht es um Stahl und Rost – die Zeit und das Wasser haben daran genagt und die Schäden sind leicht zu erkennen.“ Der Statiker Claus-Peter Clausen hatte die Standfestigkeit der Brücke untersucht. Er berichtete, dass mit einem Ultraschallgerät Messungen durchgeführt worden seien. Dabei habe man starke Verrostungen festgestellt. Die Materialstärke an den Messpunkten in der Wasserwechselzone sei um bis zu 40 Prozent geschwächt.

Knackpunkt sind die Kosten für ein Nachfolge-Konstrukt. „Können wir uns eine neue Brücke überhaupt leisten?“, wollte der Silberstedter Hinrich Block wissen. Seine Gemeinde habe „eigentlich genügend andere Baustellen“. Deutlich wurde jedoch, dass beide Gemeinden einen Neubau befürworten.

Der Planer Boyke Elsner bezifferte die Kosten für den Neubau mit 271 500 Euro. Kostenintensiv sei die Herrichtung der Baustelle in dem schwierigen Gelände. Von Goosholz aus führt ein sehr steiler Weg zum Brückenstandort, während von Holmer Seite ein nicht sehr breiter Wanderweg dorthin führt. Es müsse ein Bauplatz eingerichtet werden, um an den Böschungsfuß zu gelangen, erläuterte Elsner. Der Bauingenieur stellte die Ergebnisse der Vorplanung für die neue Brücke vor. Sie solle so ähnlich werden wie das Bauwerk am Pastorat und eine Spannweite von 34 Metern haben. Als Breite nannte er zwei Meter, die Geländerhöhe soll 1,20 Meter betragen. Die Brücke solle in drei Einzelelementen geliefert werden.

Lutz Schnoor ging abschließend auf die Finanzierungsmöglichkeiten ein. Wahrscheinlich könnten Fördermittel für den Wegebau eingefordert werden. Der Zuschuss würde 55 Prozent der Nettokosten betragen. Eine Entscheidung werde frühestens im April 2015 erfolgen. Schnoor empfahl, die Genehmigungsplanung vorzunehmen, um gleich zu Beginn der Förderperiode mit dem Bau beginnen zu können. Dieser Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung folgten sowohl die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Silberstedt als auch die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Treia einstimmig.

Für die Silberstedter Ausschussmitglieder ging es anschließend noch um weitere Themen. Einstimmig wurde beschlossen, sich in der nächsten Sitzung ausschließlich mit dem Verkehrskonzept der Gemeinde zu befassen. Ein solches verlangt der Kreis für die Einführung von Tempo-30-Zonen im Ortskern. Besonders im Bereich von Schule, Sporthalle und Kindergarten, aber auch in den Neubaugebieten soll mit der Geschwindigkeitsdrosselung für eine höhere Verkehrssicherheit gesorgt werden.

Jürgen Depner sprach das Thema Rinnsteinpflege an der B201 an. Diese werde von einigen Bewohnern wegen der Gefahr durch das hohe Verkehrsaufkommen nicht vorgenommen. Er schlug vor, eine mögliche maschinelle Pflege zu prüfen. Die Kosten dafür müssten dann über eine Straßenreinigungsgebühr auf die Anlieger umgelegt werden.

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