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„An den Wichelkoppeln“ : Neue Bauplätze im Norden der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Planungen für das Wohngebiet mit 45 Grundstücken laufen bereits auf Hochtouren.

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für Familien, die in Schleswig in näherer Zukunft ein Haus bauen möchten. Zuerst die schlechte: Wenn der dritte Bauabschnitt am Berender Redder fertig erschlossen ist und die 68 Grundstücke im Sommer in die Vermarktung gehen, ist Schluss mit Bauen am nördlichsten Zipfel der Stadt. Mehr Platz gibt es dort nicht. Jetzt die gute Nachricht: Es gibt Nachschub. Das Bauamt ist bereits mittendrin in der Planung für ein weiteres Wohngebiet – und zwar gar nicht so weit weg vom Berender Redder, dafür aber noch näher dran an der Innenstadt. Westlich des Kattenhunder Weges sollen auf einer Gesamtfläche von 3,7 Hektar um die 45 neue Bauplätze entstehen. Name: „An den Wichelkoppeln“.

Noch bis vor Kurzem standen auf dem leicht welligen Areal etliche Kleingärtner-Hütten, umringt von Knicks, Büschen und Jägerzäunen. Die meisten davon waren jedoch seit Jahren verwaist, die Zahl der Pächter ging kontinuierlich zurück. Grund genug für den Kleingartenverein, sich ausschließlich auf seine Parzellen östlich des Kattenhunder Weges zu konzentrieren. Gesagt, getan. Inzwischen sind die alten Gartenlauben auf der anderen Seite komplett abgerissen und das gesamte Gelände bis hin zum angrenzenden Schulwald und dem Gewerbegebiet Ratsteich geräumt worden.

Künftig soll hier nun also eine Wohnsiedlung entstehen, die Platz für rund 45 Häuser bietet und sich an das Baugebiet an der Oscar-Behrens-Straße anschließt – allerdings einen ganz eigenen Charakter bekommen soll. Nämlich einen grünen. Unter anderem ist demnach geplant, so erklärt Bauamtsleiterin Manja Havenstein, einen kleinen Bach, der bislang unterirdisch in Rohren verläuft, ans Tageslicht zurückzuholen. Ziel sei es, diesen zu öffnen und naturnah auszubauen. Unter anderem soll beidseitig des Baches ein jeweils fünf Meter breiter Grünstreifen entstehen. Ebenso soll zum Gewerbegebiet hin ein Regenrückhaltebecken geschaffen werden – als Anbindung zum Schulwald.

Im Rahmen des Städtebauförderprogrammes „Zukunft Stadtgrün“ hofft man mit diesen Ideen finanzielle Unterstützung des Landes einwerben zu können. „Und die Chancen stehen gut“, wie Havenstein betont.

Damit aber noch nicht genug: Auch in Sachen Wärmeversorgung sollen „An den Wichelkoppeln“ neue Wege gegangen werden. Die Schleswiger Stadtwerke beabsichtigen, das gesamte Baugebiet durch einen sogenannten Erd-Eis-Speicher (Erdkollektor) und ein kaltes Nahwärmenetz mittels hocheffizienter Sole-Wasser-Pumpen zu versorgen. Ein innovatives Konzept, das im Rahmen eines Forschungsprojektes von der Hochschule München begleitet wird. Das für die Technik notwendige Gebäude soll im Osten der Wohnsiedlung entstehen.

Dort ist auch der Bau der neuen Feuerwache geplant. Diese soll auf einem fast einen Hektar großen Grundstück, das direkt an den Kattenhunder Weg und das Gewerbegebiet angrenzt, errichtet werden. Künftige Nachbarn sollen sich davon aber nicht gestört fühlen: Die Rolltore der Feuerwache werden zur Straße hin ausgerichtet und um das Gelände herum soll ein Knick gepflanzt werden.

Dass das Neubaugebiet letztendlich bei den Häuslebauern gut ankommen wird, davon ist Manja Havenstein fest überzeugt. „Wir haben jetzt schon sehr viele Interessenten für die letzten Grundstücke am Berender Redder und auch für die Wichelkoppeln gibt es bereits erste Anfragen“, sagt die Bauamtsleiterin, betont aber auch: „Bis hier die gesamte Planung durch ist und die Erschließung abgeschlossen, dauert es noch.“ Sie rechnet damit, dass die ersten Häuser frühestens Ende 2019, eher jedoch 2020 errichtet werden können. Und wenn am Ende noch mehr Familien ein Haus in Schleswig bauen möchten, gibt es eine weitere Alternative: Ein neues Baugebiet soll am Schützenredder westlich des Sportplatzes entstehen. In diesem Fall sind die Planungen aber noch in der Anfangsphase.

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erstellt am 15.Mai.2017 | 07:20 Uhr

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