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Landesarchiv Schleswig : Neue Ausstellung zu 350 Jahre Universität Kiel

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Noch bis November 2016 können Besucher in die bewegte Geschichte der CAU eintauchen.

Rund 2000 Veranstaltungen gibt es rund um die Jubiläums-Feierlichkeiten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die in diesem Jahr 350 Jahre alt wird. Für Professor Lutz Kipp, Präsident der Hochschule, war die Eröffnung der Ausstellung „350 Jahre Albertina Christiana. Die Universität Kiel im Wandel“ am Mittwochabend im Landesarchiv dabei „einer der Höhepunkte“ in diesem Jubiläumsjahr. Der Physiker teilte die Einschätzung von Professor Rainer Hering, dem Leiter des Landesarchivs, der eingangs zudem darauf verwiesen hatte, dass es eine Herausforderung sei, „die Zeugnisse unserer Zeit zu archivieren und Daten immer wieder von den alten Trägern auf die neuen zu übertragen“. Die enge Bindung der Kieler Universität zum Landesarchiv wird in einer Zahl deutlich: Über 1000 Regal-Meter des Universitätsarchivs sind im Prinzenpalais beheimatet.

„Die Rolle des Alkohols im studentischen Leben hat sich nicht verändert“, stellte Staatssekretär Rolf Fischer bei der Lektüre des Buches „Studieren in Kiel“ von Rainer Elkar fest – zum Amüsement der rund 80 Gäste, die seinem Grußwort im Saal des Prinzenpalais lauschten. Fischer, der selbst Historiker ist, nannte die Universität als solche einen „Seismographen für gesellschaftliche Entwicklungen“, der nicht nur beeinflusst werde, sondern auch selber gestalte.

In 25 Vitrinen können die Besucher nun bis November nächsten Jahres selten gezeigte Bestände aus Landesarchiv und -bibliothek sowie Leihgaben begutachten, zu denen auch Fecht-Utensilien der Kieler Burschenschaft Teutonia gehören. Bilder, Dokumente und Infotafeln erzählen dem Besucher von der wechselhaften Geschichte der Universität. Zu deren Tiefpunkten gehört die Zeit der Nordischen Kriege kurz nach der Gründung im Jahr 1665: „1720 waren nur 60 Studenten immatrikuliert“, erzählte Julia Liedtke, die Kuratorin der Ausstellung. Seitdem ging es bergauf. Mehrere Ortswechsel waren daraufhin wegen steigender Studentenzahlen notwendig. Nach dem Zweiten Weltkrieg bewarb sich auch Schleswig als neue Heimat für die Universität, die in der stark zerstörten Kieler Innenstadt, zu der ebenfalls das Hauptgebäude im Schlosspark gehörte, keine Bleibe mehr hatte. Die CAU jedoch blieb an der Förde.

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