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Schleswiger Nachrichten

20. Oktober 2017 | 07:24 Uhr

Energie : Nein zum Fracking auf der Geest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Großenwiehe positioniert sich gegenüber der Landesregierung gegen die umstrittene Methode der Erdgasgewinnung.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 18:01 Uhr

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Großenwiehe stand unter anderem auch das Thema Fracking im Fokus. Zwei Firmen hatten Ende 2012 entsprechende Aufsuchungsanträge zur möglichen Förderung von Kohlenwasserstoffen beantragt, unter anderem auch im Plangebiet „Rosenkranz-Nord“, das den Amtsbereich Schafflund berührt. Bei der Untersuchung geht es darum, die Möglichkeiten einer Gewinnung von Rohstoffen wie Erdgas aus dem Erdboden mit der umstrittenen Fracking-Methode abzuklopfen. Resolutionen gegen diese Aufsuchungsanträge wurden unter anderem vom Amtsausschuss Schafflund (wir berichteten) verabschiedet und dem Energiewendeminister des Landes, Robert Habeck, und dem Landesbergamt zugestellt. Vor dem Hintergrund, dass ein Fracking-Gesetz auf Bundesebene zwischen den Regierungsparteien noch nicht zustande gekommen ist, unterstützt die Gemeinde Großenwiehe nun laut Gemeinderatsbeschluss ein 13 Punkte umfassendes Interessenpaket, in dem es unter anderem heißt: „Fracking ist in jeder Form so lange zu verbieten, bis ein wissenschaftlicher und technischer Stand erreicht ist, der Gefahren durch diese Technik sicher ausschließen kann. “ Bürgermeisterin Gudrun Carstensen wurde ermächtigt, den Interessenkatalog gegenüber der Landesregierung zu vertreten.

Des Weiteren wurden die 23. Änderung des Flächennutzungsplanes und die fünfte Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 9 „ Gewerbegebiet an der Schnellstraße“ von der Gemeindevertretung gebilligt. Zur Sanierung der Seniorenwohnanlage in der Dorfstraße wurden Firmen aus der Region herangezogen. Die Gemeindevertretung stimmte den Auftragsvergaben von rund 78 500 Euro durch Eilentscheidungen der Bürgermeisterin einstimmig zu.

Zudem beschloss die Gemeindevertretung mehrheitlich die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet östlich der „Hauptstraße“, südlich „Achter de Möhl“, beidseitig „Wiesenweg und westlich der Bebauung „Kleindamm“. Carstensen betonte: „In dem angedachten Geltungsbereich sollen Wohngebäude, aber keine Gewerbebauten zugelassen werden.“ Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass im aktuellen Bebauungsgebiet „Süderlücke“ noch Bauplätze frei sind.

Als positiv bezeichnete die Gemeindevertretung die Entwicklung des Tennis Clubs (TC) Großenwiehe im Wirtschaftsjahr 2012. Bezuschusst wird die Jugendarbeit des TC im Rahmen der Jugendpflege mit 350 Euro in diesem Jahr, die Jagdgemeinschaft erhält 150 Euro für die Anbringung von Wildreflektoren.

Gemäß einer Empfehlung des Finanzausschusses wurde die Aufnahme eines Kredites in Höhe von 500 000 Euro zur Ausfinanzierung des Bauvorhabens „Aktiv Senior“ beschlossen.

 

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