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Manja Havenstein : Nebenjob bei der Gewoba: Schleswiger Bauamtsleiterin in der Kritik

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eine neue Nebentätigkeit von Bauamtsleiterin Manja Havenstein löst in der Schleswiger Kommunalpolitik Irritationen aus.

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 12:55 Uhr

Die neue Nebentätigkeit von Bauamtsleiterin Manja Havenstein stößt in der Politik auf Kritik. Die 39-Jährige ist den achtköpfigen Aufsichtsrat der Gewoba Nord gewählt worden. Pikant: Die privatwirtschaftliche Wohnungsbaugenossenschaft arbeitet bei der Entwicklung der Freiheit mit der Stadt zusammen (siehe Artikel oben) und hat zum Beispiel auch Interesse am ehemaligen Martin-Luther-Krankenhaus, für das die Stadt die Planungshoheit hat.

„Ich sehe das kritisch aufgrund möglicher Interessenkollisionen“, sagt SPD-Fraktionschef Stephan Dose. Sein CDU-Kollege Holger Ley pflichtet ihm bei und kündigt zu diesem Fall eine baldige Sondersitzung des Hauptausschusses an. „Und da sehe ich wenig Chancen für Frau Havenstein.“ In seiner letzten Sitzung habe sich der Hauptausschuss im nichtöffentlichen Teil bereits mit dem Thema beschäftigt, so Ley.

Die Gewoba Nord hatte die studierte Architektin Havenstein angesprochen, ob sie sich eine Mitarbeit im Aufsichtsrat vorstellen könne. Sie sagte zu und wurde von der Vertreterversammlung der Genossenschaft einstimmig gewählt. Gewoba-Vorstand Dietmar Jonscher sieht keine Gefahr einer Interessenkollision. Der Aufsichtsrat kontrolliere und berate die Geschäftsführung, greife aber nicht in das operative Geschäft ein, betonte er.

Bürgermeister Arthur Christiansen sagte, er könne die Bedenken sehr wohl verstehen. „Aber ich bin der Meinung, dass das für uns ein Gewinn ist“, sagte er und verwies auf die Bedeutung von Netzwerken. Er werde dem Hauptausschuss empfehlen, die Nebentätigkeit abzusegnen.

Manja Havenstein wollte sich selbst gestern auf SN-Anfrage nicht äußern.


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