Naturschützer fragen: Wer hat die Birkenmaus gesehen?

Die Birkenmaus ist an ihrem schwarzen Strich auf dem Rücken und dem mehr als körperlangen Schwanz zu erkennen.  Foto: SH:Z
Die Birkenmaus ist an ihrem schwarzen Strich auf dem Rücken und dem mehr als körperlangen Schwanz zu erkennen. Foto: SH:Z

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02. Juli 2012, 03:59 Uhr

Schleswig-Flensburg | Wer hat die Birkenmaus gesehen? Das Tier mit dem markanten dunklen Streifen mitten auf dem Rücken ist sehr selten und lebt so versteckt, dass es in ganz Deutschland nur rund ein Dutzend Nachweise gibt. Die meisten stammen aus Angeln. Vor etwa 80 Jahren haben Zoologen die zu den Hüpfmäusen gehörende Art in Deutschland erstmals entdeckt, vermutlich lebt sie aber schon seit dem Ende der letzen Eiszeit hier. Doch auch heute wissen Biologen so gut wie nichts über die Verbreitung und die Gewohnheiten der Birkenmaus, geschweige denn, wie man das seltene Tier am besten schützen kann. Genau das möchte die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Experten aus Dänemark und von der Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung nun endlich herausfinden. Dazu wurden in Angeln über 100 Lebendfallen aufgebaut, in die die Birkenmäuse hineingeraten sollen.

Gerade Katzenfreunde im Raum Angeln können die Wissenschaftler bei ihrer Suche unterstützen. "Wenn Sie bei der Maus, die ihre Katze mit nach Hause bringt, einen sehr deutlichen schwarzen Strich auf dem Rücken entdecken, nehmen Sie sie ihrem Stubentiger sofort weg", bittet Stiftungsmitarbeiter Dr. Björn Schulz, Leiter der Suchaktion. Die Maus lässt sich an diesem Aalstrich und dem mehr als körperlangen Schwanz eindeutig erkennen.

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