Naturphänomenen auf der Spur

Naturwissenschaftliche Phänomene konnten die Schüler spielerisch erkunden. Foto: Bilet
Naturwissenschaftliche Phänomene konnten die Schüler spielerisch erkunden. Foto: Bilet

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18. Februar 2011, 09:12 Uhr

Treia | Für 14 Tage wurde der Jugendraum an der Sporthalle Treia zu einer Mini-Phänomenta: An 26 Stationen konnten die Grundschüler ihre Experimentierlust ausleben. Insgesamt umfasst das wissenschaftliche Projekt der Universität Flensburg 52 Versuche, von denen aber nur 26 im Jugendraum Platz fanden. Dabei ging es darum, den Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, naturwissenschaftliche Phänomene zu erkunden und so selbstgesteuert zu lernen, die Sinneswahrnehmung zu schärfen, die Neugier zu wecken, Neues auszuprobieren und anschließend darüber in Gruppen und mit den Lehrkräften zu sprechen.

Zu den Versuchsanordnungen gehörte eine Kugelrallye, bei der auf drei unterschiedlich geformten Kugelbahnen drei Murmeln gestartet werden. Dabei ist die gerade, mittlere Bahn am kürzesten, die beiden anderen nach oben und unten gebogenen Bahnen sind gleich lang. Die Kinder konnten lernten, dass beim Rennen die Murmel als erstes das Ziel erreicht, die die höchste Anfangsbeschleunigung hat, auch wenn sie einen weiteren Weg zurückzulegen hat. Die Kinder gaben sich viel Mühe, eine sinnvolle Erklärung für das Ergebnis dieses Experimentes zu finden. Auch die Phänomene der Stationen "Farbfilter", "Der längste Weg", "Blick in die Unendlichkeit", "Bleistifttonleiter", "Polarisationsfilter", "Klopfophon" oder bei der "Fallbremse" galt es zu erklären. Auf spielerische Weise entdeckten die Kinder so naturwissenschaftliche Phänomene wie Pendelkräfte und Elektromagnetismus.

Lehrerin Ulrike Schramm, die sich um die Mini-Phänomenta bemüht hatte, hatte eigens ein Wochenende lang an einer Fortbildung in Niedersachsen teilgenommen, um die fast 150 Schüler und die Lehrkräfte entsprechend einweisen und ihnen Rede und Antwort stehen zu können.

Das Ziel sei, mehr junge Menschen für technische Berufe zu interessieren. Außerdem wirke sich das Erleben an den Experimentierstationen positiv auf das Lernklima aus, stellten die Lehrkräfte fest. Die Schüler begriffen im wahrsten Sinne des Wortes mit den eigenen Sinnen die Phänomene aus Natur und Technik. Die Erfahrung mache deutlich, dass gerade Grundschulkinder ein großes Interesse an Alltagsphänomenen der belebten und unbelebten Natur zeigten, was sich in ihrem Handlungsdrang und ihrer Wissbegier ausdrücke. Auch aus entwicklungspsychologischer Sicht komme der naturwissenschaftlichen Frühförderung bereits in der Grundschule eine besondere Bedeutung zu.

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