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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 19:30 Uhr

Schleswig : Nasser Start für das Sportcamp

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

300 Kinder und über 100 Betreuer feiern auf den Königswiesen die Eröffnung der vierten Sommerferien-Aktion des Kreissportverbandes.

Gleich am Eröffnungstag des diesjährigen Sportcamps musste das Organisationsteam des Kreissportverbands um Sönke Harders zu Plan B greifen. Denn der Dauerregen sorgte gestern schon am Vormittag dafür, dass alle 304 Kinder für die sportlichen Aktivitäten in die Turnhallen flüchten mussten. Angesichts von 16 unterschiedlichen Sportarten eine echte Herkulesaufgabe. „Dafür brauchen wir alle Hallen in Schleswig“, erklärte Kathrin Schäfer vom Organisationsteam. Zudem weichen die Einradfahrer nach Schaalby aus und die Trampolinspringer kommen in der Lürschauer Sporthalle unter. Damit seien die Kapazitäten voll ausgeschöpft. „Daher können wir auch nicht mehr als 300 Kinder aufnehmen. Denn in Norddeutschland muss man ja immer mit solchem Wetter rechnen und Vorsorge treffen“, fuhr sie fort.

Dabei hatten sich auch in diesem Jahr wieder rund 450 Kinder für das Sportcamp beworben. Anders als in den Vorjahren ging die Anmeldung diesmal elektronisch über die Bühne. „Bis zu einem Stichtag konnte sich jeder anmelden. Danach wurde ausgelost, wer ins Camp darf“, erklärte der Vorsitzende des Kreissportverbandes Rainer Detlefsen. Mit der Umstellung hätten die Organisatoren auf wiederkehrende Beschwerden von Eltern und Kindern reagiert, die in den Vorjahren trotz stundenlangen Wartens am Ende leer ausgegangen waren.

Im Programm dagegen setzte man auch im vierten Jahr auf altbewährte Sportarten wie Fußball und Schwimmen, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Dies wurde bei der Eröffnungsfeier deutlich, als sich die Kinder – alle ausgestattet mit farbenfrohen Regenponchos – auf die 16 Sportarten aufteilten. Wie bei den Olympischen Spielen marschierten sie in alphabetischer Reihenfolge in die Arena ein, die sich in diesem Fall direkt vor der großen Bühne auf den Königswiesen befand. Und was bei Olympia die Fahnenträger sind, waren beim Sportcamp die Jungen und Mädchen, die die Schilder der verschiedenen Sportarten hochhielten.

Jan-Henrik Vogt sorgte dabei mit seiner lockeren Anmoderation für heitere Momente im Dauerregen. So richtete er sich etwa an die ganz in gelbe Regenponcohos gekleideten Judoka: „Ihr seht aus wie kleine Mainzelmännchen.“ Der Kanugruppe attestierte er, dass sie sich im nassen Element bereits sehr wohl fühle. Daneben begrüßte er mit den Basketballern „eine relativ junge Sportart im Camp“. Premiere feierten die Tourenradsportler, denen er sogleich „besseres Wetter“ wünschte.

Es folgte das Grußwort von Rainer Detlefsen, der den Kindern bei ihrem „Höhepunkt der Sommerferien“ viel Spaß wünschte. Zudem dankte er dem Organisationsteam und allen Helfern. Kreispräsident Ulrich Brüggemeier ergänzte: „Ich danke den Eltern dafür, dass Sie heute Morgen schon Taxiunternehmen gespielt haben.“ Er freue sich, dass alle Kinder trotz des Wetters gekommen seien und ergänzte augenzwinkernd: „Es ist so bunt hier mit euren Regenponchos, da glaubt man doch glatt, es ist Sommer! “

Im Anschluss übernahmen die Betreuer das Kommando. Zunächst auf der Bühne, wo sie zusammen mit den Kindern ihren einstudierten Tanz zeigten, danach auf der Straße. Denn ausgestattet mit Trillerpfeifen und Ratschen machten die Kinder durch die Innenstadt ihre Runde, um lautstark auf den Beginn des Sportcamps aufmerksam zu machen.

Die Abschlussfeier findet am Freitag, 22 August, um 14.30 Uhr statt. Rainer Detlefsen hofft spätestens dann auf gutes Wetter: „Dann bauen die Stadtwerke die Bühne im Freilichttheater auf den Königswiesen auf.“

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