zur Navigation springen

Buch über Hauspferd : Nasar aus Holt: Heute Lesung in Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das „Pferd auf dem Flur“ aus Holt kennt man selbst in Übersee. Bei der heutigen Lesung in Flensburg erscheint Nasar höchstpersönlich um 18 Uhr am Medienhaus.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 10:02 Uhr

Flensburg | Nasar, der dreijährige Araber-Wallach aus Holt bei Schafflund, ist weltberühmt. Zeitschriften und TV-Sender aus Deutschland, Europa und Übersee berichteten über das „Pferd auf dem Flur“. Nun hat Nasars Besitzerin Stephanie Arndt ein Buch geschrieben. „Nasar. Abenteuer eines Hauspferds“ erscheint in diesen Tagen. Arndt stellt das Buch am Montag, 27. Oktober um 18 Uhr, im Rahmen einer Lesung im sh:z-Verlagshaus in Flensburg vor. Nasar wird dabei höchstpersönlich anwesend sein. Wer möchte, kann sich mit dem Araber-Wallach fotografieren lassen. Stephanie Arndt, von Beruf Ärztin, hatte sich einst geschworen: „Ich werde niemals ein Buch schreiben. Höchstens ein Lehrbuch.“ Doch sie hat es sich anders überlegt. Und daran schuld sind auch der Sänger Smudo von den „Fantastischen Vier“ und die Sängerin Kim Fisher.

 

Es war der Orkan Christian, der im vergangenen Herbst erhebliche Schäden am Reetdach von Stephanie Arndts Bauernhaus verursachte und eine 300 Jahre alte Eiche im Garten gefällt hatte. Als kurz darauf eindringlich vor Orkan Xaver gewarnt wurde, gingen ihr die stattlichen Tannen rund um den Pferdestall nicht aus dem Kopf. So räumte sie kurzerhand einen Raum im Eingangsbereich ihres Hauses leer, brachte eine Lage Stroh aus und stellte dort für die Dauer des Unwetters das Pferd unter. „Dass ihm das so gut gefällt, habe ich natürlich nicht geahnt“, sagt Stephanie Arndt rückblickend. Fortan nutzte Nasar jede Gelegenheit, um ins Haus zu kommen. Wurde die Tür für Hund Aaron geöffnet, stand Nasar im Flur. Kater Lilly möchte in den Garten hinaus, Nasar lieber hinein. So wurde aus der Notlösung für Stephanie Arndt inzwischen Normalität, aus dem Stallbewohner ein stubenreines Haustier, das seine Besitzerin immer wieder überrascht und sich erst in seinen Stall trollt, wenn es im Haus genug erlebt hat.

Im Sommer dann war Nasar sogar als shz-WM-Orakel eingestellt. Das Pferd tippte die Spiele der deutschen Mannschaft, dazu das Halbfinale und das Finale. shz.de war mit vier Kameras und weiterer Technik vor Ort, um das Ereignis einzufangen. Das Pferd sollte am Ende Recht behalten – Deutschland wurde Weltmeister.

Zum Buch kam es dann so: Vergangenes Frühjahr schickte die Bildagentur Getty Images den Fotografen Patrick Lux nach Holt, um Fotos von Nasar zu machen. Stefanie Arndt machte daraus für sich privat einen kleinen Fotoband, den sie gerne herumreichte. Bei der Aufzeichnung der Fernsehsendung „Sag die Wahrheit“ des Südwestrundfunks (SWR) schauten sich auch Smudo und Kim Fisher die Bilder an. „Beide meinten: Das muss ich veröffentlichen.“

Also engagierte Arndt den Fotografen Lux, um weitere Bilder zu machen. „Eine Freundin meinte dann, ich müsste auch ein paar einleitende Worte schreiben“, erzählt sie. Daraufhin habe sie sich in den Flur ihres Hauses neben Nasar gesetzt und geschrieben und geschrieben. Die Geschichte, wie Nasar wegen des Sturms „Xaver“ ins Haus geholt wurde und es ihm dort sehr gut gefiel. Die vielen Geschichten mit Hund Aaron und Katze Lilly. Und wie Nasar und seine „Pressesprecherin“, wie sich Stefanie Arndt selbst bezeichnet, berühmt wurden. „Ein paar Abende später war das Buch fertig.“ Material für mehr als 100 Seiten Bild und Text kamen so zusammen.

Nun begann aber die eigentlich Arbeit: Der Text wurde mit Hilfe einer professionellen Lektorin bearbeitet. Die Bilder ausgewählt, das Buch gestaltet, ein Verlag gefunden. All das hat Stefanie Arndt selbst gemacht. Nun, da das Buch fertig ist, freut sie sich, es im Rahmen einer Lesung in Flensburg der Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Von Nasar gibt es übrigens auch Neuigkeiten: Er hat nun eine Gefährtin. Auf dem idyllischen Hof in Holt ist Olivia eingezogen, ein acht Jahre altes englisches Vollblut.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen