zur Navigation springen

Schleibrücke Lindaunis : Nächtliches Schleifen und Schweißen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Teilzeitsperrung noch bis 14. August: Kaputte Fahrbahnplatten auf der Schleibrücke Lindaunis werden ersetzt.

Zurzeit wird nachts wieder an der Schleibrücke von Lindaunis gearbeitet. Deshalb ist die Brücke bis zum 14. August – außer an den Wochenenden – von 21 bis 6 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt. Die Arbeiten dienen dem Erhalt der Funktionsfähigkeit der Brücke, bis diese durch einen Neubau ersetzt wird.

Im Moment wird die eingleisige Eisenbahnstrecke zwischen Flensburg und Kiel gemeinsam mit der Landesstraße L  283 in einer Fahrspur über die 1924 gebaute Klappbrücke geführt. Für Fußgänger und Radfahrer existieren an der Seite schmale Notwege. Für Radfahrer auf der Straße besteht eine hohe Unfallgefahr. Durch das von Ampeln geregelte Warten auf Gegenverkehr, Eisenbahn oder querende Schiffe entstehen für die Straßennutzer teilweise lange Wartezeiten.

Der um zwölf Meter östlich in Richtung Kappeln versetzte Neubau wird zwei Fahrspuren für die Autos haben, so dass in Zukunft das Warten auf den Gegenverkehr entfällt. Nur bei Eisenbahnverkehr ist die Brücke für Straßenfahrzeuge gesperrt. Fußgänger und Radfahrer sind davon ausgenommen. Denn sie erhalten einen eigenen Geh- und Radweg. Nur wenn die Brücke für den Bootsverkehr auf der Schlei hochgeklappt ist, müssen alle warten.

Mit den Bauarbeiten soll im nächsten Jahr begonnen werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist Ende 2018 geplant. Davor werden beide Brücken eine Zeit lang nebeneinander existieren.

Um eine sichere Nutzung der Brücke bis zu diesem Zeitpunkt zu gewährleisten, sind im Moment zwei Arbeitskolonnen in Nachtschichten im Einsatz. Denn die Fahrbahnplatten, die aufgeschraubt auf dem Fahrbahnträger liegen, sind durch die starken Belastungen des Straßenverkehrs abgenutzt. Sie werden durch verstärkte und spezialbeschichtete Konstruktionen ersetzt. Dazu sind zeitaufwendige Schweiß- und Schleifarbeiten erforderlich. Die Arbeiten sind im Zeitplan, werden aber immer wieder von Autofahrern behindert, die an Sperrschildern und roten Ampeln vorbeifahren und plötzlich auf der Brücke vor der geöffneten Fahrbahn stehen. Sie sind dann manchmal nur schwer davon zu überzeugen, dass sie trotz bester Begründung für ihr Fehlverhalten hier nicht mehr weiterkommen und den Umweg über Kappeln nehmen müssen. Besonders hart ist es für die Autofahrer, die es nicht gewohnt sind, auf einer schmalen Fahrbahn mehr als 100 Meter rückwärts zu fahren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen