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Magic-Burlesque-Wintershow : Nackte Haut und viel Zauberei

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Magic-Burlesque-Wintershow in der „Heimat“ auf der Freiheit begeisterte das Publikum zwei Abende lang.

So wie Christiane Schweers-Petersen ging es vielen Besuchern der Magic-Burlesque-Wintershow am Freitag und Sonnabend in der „Heimat“ auf der Freiheit: „So richtig weiß ich nicht, was mich erwartet.“ Die Karten hatte sie sich zum Geburtstag gewünscht, und nun war sie mit ihrem Mann hier.

Der Name der Veranstaltung ließ zumindest schon mal durchblicken, dass Frauen leicht bekleidet auftreten werden. „Einige Gäste werden sich wundern, was so passiert heute Abend“, versprach „Heimat“-Betreiber Mario Hoff zu Beginn. Bevor jedoch Leben auf die Bühne kam, gab es ein üppiges Buffet, das kaum einen Wunsch offen ließ. „Das Essen lohnt sich schon mal“, fand auch Ellen Davids, die mit ihren Eltern, Freunden und Nachbarn gekommen war.

Mario Hoff war an diesem Abend angespannter als sonst: Es handelte sich hier um eine Eigenproduktion der „Heimat“. Erst kurz vor der ersten Vorstellung wurde das Programm einmal mit den Beteiligten aus dem In- und Ausland durchgeprobt. Hoff selbst fungierte als „Saftschubse“, wie er sich selbst betitelte, und bat darum, nicht an jedem zweiten Tisch mittrinken zu müssen, damit er bis zum Ende durchhalte.

Das wurde schwierig, denn die Stimmung war gut. Konrad Stöckel eröffnete die Show. Der Komiker und Magier führte die Gäste gekonnt durch den Abend. „Sie wissen, Applaus ist das Brot des Künstlers, so bescheuert war ich nie, ich hab immer Geld genommen“, war nur eine seiner Weisheiten. Abwechslungsreich ging es weiter, wer nicht sehen mochte, wie sich die männlichen Künstler Nägel und Luftballons in die Nase schoben oder mit der Zunge den Ventilator stoppten, der hatte sicher Gefallen an den Burlesque-Tänzerinnen Killing Ira und Julietta la Doll, die abwechselnd für eine erotische Note sorgten. La Doll eher sanft, tanzend in der Badewanne und Killing Ira knallhart indem sie sich unter Heavy-Metal-Klängen mit einer Flex die Metall-Unterwäsche vom Körper schnitt. In der Pause war man sich einig: „Die Show ist toll“, so der Tisch um Ellen Davids. „Mir hat besonders der Sänger gefallen, der hat eine tolle Stimme“, sagte Christiane Schweers-Petersen und meinte Terrél Woodbury, der zwischen einzelnen Szenen singend durch den Saal tanzte und das Publikum mitriss. Einen besonderen Abend hatte auch Hanna Stern aus Schleswig, die von Stöckel auf der Bühne live operiert wurde. Scheinbar hatte sie dabei Eingeweide und viel Blut verloren, konnte aber kerngesund zu ihrem Tisch zurückkehren.

Wolfgang Harm, der Inhaber der Firma Sterndruck, nutzte wie viele andere Schleswiger Unternehmer den Abend, um seinen Mitarbeitern eine etwas andere Weihnachtsfeier zu bieten. „Wir haben einen tollen Abend und möchten nächstes Jahr wieder hier feiern. Ich hoffe, dass die Stadt dies unterstützt und es die ,Heimat’ dann immer noch gibt“, sagte Harm.

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