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Krankenhaus-Baustelle in Schleswig : Nachbar kämpft gegen den Staub

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Baufahrzeuge verschmutzen die St. Jürgener Straße. Bauleitung und Umweltdienste haben nun zusätzliche Reinigungsfahrten angekündigt.

Staubwolken waberten über die St. Jürgener Straße, setzten sich auf der Straße ab, den Gehwegen und den Grundstücken der Anwohner. Einer dieser Anwohner ist Hans-Walter Behrens. Seit etwa drei Wochen fällt ihm die Schmutzbelastung durch die gegenüberliegende Baustelle des Helios-Klinikums negativ auf. Bei Wind sei es besonders schlimm, beschwerte sich der Rentner.

Die Straßenreinigung der Stadt komme nur an einigen Tagen, das reiche nach seiner Einschätzung bei weitem nicht aus. Für zusätzliche Reinigungen sei allerdings die Bauleitung zuständig, sagte man Behrens von Seiten der Stadt. Helios-Pressesprecherin Inke Asmussen betonte: „Die Bauleitung von Helios ist im ständigen Kontakt mit dem Bauamt. Sämtliche Auflagen des Bauamtes bezüglich der Verschmutzungsgefahr sind erfüllt.“

Trotz eingehaltener Auflagen hält Anwohner Behrens die Verschmutzung für zu groß. Er beschwerte sich bei der Bauleitung, die zunächst nicht reagierte. Immerhin, so Behrens, habe die Stadt auf sein Bemühen hin bereits eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet. An die Begrenzung auf 30 Stundenkilometer hielten sich aber die wenigsten, sagte der Rentner. Besonders die schweren Lkw, die häufig die Baustelle verlassen, machte er für die Verschmutzung verantwortlich und sah keine andere Möglichkeit, als selbst zur Tat zu schreiten. Drei bis vier Mal täglich wässerte der 77-Jährige die Straße vor seinem Grundstück mit dem Gartenschlauch, um wenigstens unmittelbar vor seiner Haustür die Schmutzaufwirbelung gering zu halten. Behrens: „Es werden Millionen für den Neubau ausgegeben aber für so etwas ist kein Geld da. Das ist doch ein Klacks.“

Von Seiten des Helios-Klinikums kommen besänftigende Töne: Drei Mal die Woche seien Reinigungswagen im Einsatz, während der Abbrucharbeiten werde bei trockener Witterung mit dem Feuerwehrschlauch gewässert, trotzdem sei leider nicht zu vermeiden, dass in trockenen Perioden „hin und wieder Zäune und Fenster verschmutzen“, teilte Pressesprecherin Inke Asmussen mit. Bis Anfang Oktober sollten ihrer Aussage nach die gröbsten Arbeiten, die Schmutz verursachen, erledigt sein. „Dafür bekommen wir ein wunderschönes neues Krankenhaus“, argumentierte sie.

Behrens sprach unterdess persönlich mit dem Bauleiter, schilderte die Probleme mit der Geschwindigkeitseinhaltung und den Bedarf an weiteren Reinigungsmaßnahmen. Der Bauleiter betonte, dass man täglich – abhängig von Wetterlage und Verschmutzungsgrad – zusätzliche Reinigungen vornehmen werde. Die kommenden Tage werden also zeigen, ob Hans-Walter Behrens seinen Gartenschlauch wieder einpacken kann.

 

 

 

 

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erstellt am 29.Sep.2013 | 17:15 Uhr

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