Süderbrarup : Nach Unfall am Bahnübergang: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Der tragische Bahnunfall in Süderbrarup kurz vor Silvester hat nun ein Nachspiel vor Gericht.

shz.de von
04. September 2017, 12:16 Uhr

Nach dem tragischen Bahn-Unfall in Süderbrarup kurz vor Silvester hat die Staatsanwaltschaft Flensburg jetzt Anklage gegen einen 20-jährigen Mann erhoben. Er soll am 28. Dezember mit seinem Auto auf dem Heidbergweg in Richtung B201 gefahren sein. Mit im Wagen befanden sich zwei Beifahrer. Gegen 17.25 Uhr am Tattag soll der Angeschuldigte an dem dortigen unbeschrankten Bahnübergang den von rechts kommenden Regionalexpress übersehen haben.

Erst unmittelbar vor Erreichen des Bahnüberganges soll der Fahrere den Zug bemerkt und aus Schreck eine Bremsung eingeleitet haben. Auf dem Bahnübergang wurde das Auto vom Zug erfasst.

Bei dem Unfall verstarb einer der Beifahrer, der Angeschuldigte selbst sowie der weitere Beifahrer erlitten erhebliche Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Hinweise auf den unbeschrankten Bahnübergang vorhanden waren und es der Angeschuldigte an der erforderlichen Aufmerksamkeit hat fehlen lassen.

Wann die Verhandlung vor dem Amtsgericht in Schleswig stattfinden wird, ist noch offen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert