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Eggebek : Nach abgesagter AfD-Veranstaltung – Gegendemo verläuft ruhig

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eigentlich wollte die AfD in Eggebek ihr Programm vorstellen und feiern. Dieser Termin wurde abgesagt. Eine Gegendemo fand trotzdem statt.

Rund 200 Menschen versammelten sich am Sonntagnachmittag in Eggebek (Kreis Schleswig-Flensburg). Anlass war eine zuvor angekündigte Informationsveranstaltung der „Alternative für Deutschland“ (Afd) „Dance Club Lavie“, die aber bereits am Freitag vom Gastwirt abgesagt wurde.

Die rechtspopulistische AfD wird höchstwahrscheinlich am Sonntag bei den Wahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz in drei Landtage einziehen. Schleswig-holsteinische Parteianhänger wollten die Wahl gemeinsam in Eggebek verfolgen. Weil dort viele Flüchtlinge leben, wurde die Veranstaltung von vielen als Provokation wahrgenommen.

Vor Ort versammelten sich nach Polizeiangaben neben Personen des bürgerlichen Spektrums auch mehrere Personen der linken Szene. Die Demonstration wurde von Polizeibeamten der örtlichen Dienststellen begleitet und verlief friedlich. Kurzzeitig gab es ein Gerücht, dass die ursprünglich abgesagte Versammlung der AfD von Eggebek nach Viöl verlegt worden sei. Dies bestätigte sich jedoch nicht.

Nachdem zu Wochenbeginn der Termin für die Veranstaltung bekannt geworden war, mobilisierte sich der Widerstand – vor allem durch das „Bündnis für ein buntes Flensburg“, in dem Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien und Institutionen organisiert sind. Geplant war eine Gegenveranstaltung vor dem Lokal in Eggebek, um ihrerseits mit Bürgern über die AfD zu diskutieren und, wenn möglich, in der Veranstaltung Fragen zu stellen.

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erstellt am 12.Mär.2016 | 07:16 Uhr

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