Angeln : Nach 30 Jahren: Aus für die Wikinger-Rallye

2014  fand nach 30 Jahren die letzte Ausgabe der ADAC Wikinger Rallye statt.
2014 fand nach 30 Jahren die letzte Ausgabe der ADAC Wikinger Rallye statt.

Die Wikinger-Rallye 2014 war die letzte. Nach 30 Jahren ist Schluss. Der MSF Idstedt und der AC Schleswig können den aufwändigen Wettbewerrb nicht mehr finanzieren.

shz.de von
25. Juni 2014, 12:04 Uhr

Nach langen und sehr emotionalen Diskussionen innerhalb der Veranstaltergemeinschaft der ADAC Wikinger Rallye ist nun die Entscheidung getroffen, die allen Verantwortlichen nicht leicht fiel: Es wird zukünftig keine Wikinger Rallye mehr geben, mit der Ausgabe im März 2014 endet die 30-jährige Geschichte der nördlichsten Rallye Deutschlands. Die Gründe sind vielfältig, überwiegend jedoch finanzieller Natur. Die Wikinger 2013 versank im Schnee und verursachte extreme Zusatzkosten. Dazu kam dann, dass die Ausgabe 2014 durch die Vielzahl der Prädikatsläufe in Deutschland in diesem Jahr einen massiven Einbruch bei den Teilnehmern verkraften musste. Die daraus resultierenden finanziellen Belastungen stellen für die beiden veranstaltenden Clubs AC Schleswig und MSF Idstedt ein nicht mehr kalkulierbares und gegenüber den Vereinsmitgliedern nicht mehr vertretbares finanzielles Risiko dar.

„Emotional sind wir am Boden zerstört, aber rational konnte es keine andere Entscheidung geben“ erklärte Jürgen Krabbenhöft, Rallyeleiter und Vorsitzender der MSF Idstedt. „Unser besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Sponsoren, den Teams, die uns jahrelang die Treue gehalten haben, den Fans – einfach allen, die dazu beigetragen haben, 30 Jahre lang eine erfolgreiche Rallye veranstalten zu können. Ganz besonders danken wir den Gemeinden und Anwohnern an den von uns genutzten Strecken für das Vertrauen und die Toleranz über drei Jahrzehnte.“

Torsten Johne, stellvertretender Rallye-Leiter und Vorsitzender des AC Schleswig, ergänzte: „Es tut in der Seele weh, aber wir müssen unserer Verantwortung gerecht werden – da blieb nur die Absage. Wir haben erfolgreich gezeigt, dass wir eine von allen anerkannte Rallye organisieren können. Auf diesem hohen Niveau treten wir nun ab.“

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