"Musik am Noor" hat sich durchgesetzt

Das Hamburger 'Brassballett' begeisterte mit seiner mitreißenden Show.  Foto: U. Köhler (2)
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Das Hamburger "Brassballett" begeisterte mit seiner mitreißenden Show. Foto: U. Köhler (2)

Ministerpräsident eröffnete Jazz-Festival / Erneut kamen Tausende Besucher nach Arnis / Funke sprang von der Bühne aufs Publikum über

shz.de von
06. August 2012, 07:05 Uhr

ARNIS/Grödersby | "Ich liebe guten Jazz", mit diesem Geständnis outete sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig als Fan dieser Musikrichtung und erntete bei der Eröffnung des zweiten Festivals "Musik im Noor" anhaltenden Beifall. Deshalb, fügte er hinzu, habe er auch gerne die Schirmherrschaft für diese zweitägige Veranstaltung am Noor zwischen Deutschlands kleinster Stadt - Arnis - und der Nachbargemeinde Grödersby übernommen.

Bereits im vergangenen Jahr waren an einem Tag rund 3000 Menschen gekommen. Diesmal dürften es - da das Festival zwei Tage andauerte - weitaus mehr gewesen sein. Mit "Musik im Noor" bahne sich, so Albig, in Schleswig-Holstein eine weitere kulturelle Tradition an - in einem Land, das weithin als Land der Musik gelte. "Musik im Noor" sei auf dem besten Wege, ein Highlight in der norddeutschen Musikszene zu werden, sagte der Ministerpräsident. Er setzte Jazz mit Liebe, Schwitzen, Inspiration und Weite gleich. Alles das passe gut zu den Werfthallen und Häfen von Arnis - nach der Devise "Boote raus, Musik rein".

Bei all dem springe der Funke der Begeisterung über. All die Plackerei, die das Organisationsteam in die einjährige Vorbereitung investiert habe, zahle sich zum zweiten Mal aus, "Musik im Noor" habe sich durchgesetzt. An das Organisationsteam gewandt, sagte der Ministerpräsident: "Es tut gut, solche Menschen wie Sie in Schleswig-Holstein zu haben."

Dann überließ Albig die Bühne dem Hamburger "Brassballett", das in einem Mix aus Rock, Jazz, Klassik, Hip Hop, Walzer und anderen Musikrichtungen instrumental und tanzend eine mitreißende Show inszenierte. Nicht nur der Ministerpräsident, sondern auch sein Schirmherr-Vorgänger Bogislav-Tessen von Gerlach - Schleswig-Flensburgs Ex-Landrat, der aus Jazz-Verbundenheit auch ohne Funktion nach Arnis gekommen war, sowie die vielen anderen Besucher waren begeistert. Es dürften wohl am Eröffnungsabend an die Tausend gewesen sein. Sie alle erlebten am gestrigen Sonntag einen Jazz-Tag mit weiteren Gruppen - da blieben keine Wünsche offen.

Schon jetzt freuen sich alle auf 2013 und der dann mit Sicherheit stattfindenden Neuauflage von "Musik im Noor". Einer, der davon ausgeht, dass das der Fall sein wird, ist namens des Organisationsteams Jürgen Fritz, Vorsitzender der Wassersportgemeinschaft (WSG) Arnis-Grödersby. Ein solches Festival habe man sich in Dänemark abgeschaut, sagte Fritz. Was dort gang und gäbe sei, müsse auch für Arnis möglich sein - so die Grundidee. Da aber einer alleine ein solches Event nicht auf die Beine stellen könne, hätten sich viele Musikbegeisterte mit sehr unterschiedlichem Know-how zusammengefunden. Den Erfolg des vergangenen Jahres habe man nicht für möglich gehalten, gestand Fritz. Auf dieser Grundlage sei "Musik im Noor" weiter entwickelt worden und zu dem geworden, was die Menschen - darunter viele, die aus ganz Schleswig-Holstein eigens dieses Festivals wegen nach Arnis angereist waren - begeistere.

Dass diesmal der Ministerpräsident des nördlichsten Bundeslandes dabei sei, unterstreiche, dass man mit "Musik im Noor" auf dem kulturell richtigen Weg sei. Fritz dankte den vielen Sponsoren. Sie unterstützen "Musik im Noor" nicht nur ideell, sondern auch finanziell - mit dem Effekt, dass kein Eintrittsgeld erhoben werden müsse.

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