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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 13:24 Uhr

Museumsbahn soll weiter dampfen

vom

Aktivregion Schlei-Ostsee gibt Machbarkeitsstudie zu Überlebenschancen der rollenden Touristenattraktion in Auftrag

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Böklund | Auch wenn die Förderung der "Machbarkeitsstudie zum nachhaltigen Betrieb der Museumsbahn in einer Erlebnislandschaft" fast der kleinste Betrag war, über den der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Aktivregion Schlei-Ostsee im Amtshaus Böklund entschied, gab es dazu den größten Diskussionsbedarf. Insgesamt 25 000 Euro möchte die Gemeinde Süderbrarup als Antragsteller im Namen der Anliegergemeinden von der EU und dem Allgemeintopf der Aktivregion für dieses Gutachten haben. In diesem soll festgestellt werden, ob die zwischen Kappeln und Süderbrarup verkehrende Museumsbahn auf Dauer finanziell tragbar ist.

Dabei wurde die touristische Attraktivität der Bahn von keinem Vorstandsmitglied in Frage gestellt. Doch die Zielsetzung des Gutachtens, die laut Antrag im Wesentlichen den Marketingaspekt berücksichtigt, wurde angezweifelt. "Falls so ein Gutachten von einem Marketingbüro erstellt wird, ist es das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wird", meinte Peter Martin Dreyer, Bürgermeister von Rabenkirchen-Faulück. Technische Aspekte wie die Ausbesserung des Schienennetzes, Haltbarkeit des rollenden Gutes und der Loks sowie Umweltbelastung müssten dabei im Vordergrund stehen.

Der Vorstand beschloss bei einer Enthaltung, dem Antrag unter Berücksichtigung dieser Randbedingungen stattzugeben. Denn durch diese Studie entstehen erstmals belastbare Fakten, anhand derer man das Maß zukünftiger Investitionen und die Überlebenschancen des Projekts "Dampfeisenbahn" feststellen könne. Außerdem wurde die Bildung einer Projektgruppe beschlossen, die den Vorgang begleiten und sicherstellen soll, dass die Randbedingungen eingehalten werden.

Weitere Fördermittel werden in die Errichtung eines Sanitärgebäudes im Zuge der Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes am Schleswiger Stadthafen investiert. Das insgesamt fast eine halbe Million Euro umfassende Projekt erhält Fördermittel in Höhe von 117 205 Euro.

33 550 Euro Förder- und 27 450 Euro Eigenmittel der Aktivregion fließen in die Erstellung einer Wanderkarte. Als elektronische Ergänzung wird eine navigierende Aktiv-Urlaubs-App in Erwägung gezogen, die auch Erläuterung zu Sehenswürdigkeiten geben soll.

Die Anlage eines Reitweges zwischen Damp und Waabs, die 42 000 Euro kosten soll, wird mit 19 450 Euro unterstützt.

Für die Entwicklung eines "Leitbildes Rieseby 2025", bei dem Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelhandels sowie der Bedarf in den Bereichen Wohnen sowie sozialer Infrastruktur des Ortes überprüft und Entwicklungspotenziale ausgelotet werden sollen, wurden der Gemeinde Rieseby mit 7700 Euro 55 Prozent der Kosten als Förderung zugesprochen.

Hans-Werner Berlau, Vorsitzender der LAG, erinnerte daran, dass durch die Förderpolitik der Aktivregion insgesamt Investitionen von 7,5 Millionen Euro getätigt wurden. "Es werden immer noch Projekte für diese Förderperiode an uns herangetragen", hat er festgestellt. Und auch für Projekte der Förderperiode, die am 1. Januar 2014 beginnt, gäbe es bereits Anträge. Man versuche dabei, allen Antragstellern gerecht zu werden. Zudem gab Berlau bekannt, dass er für die neue Förderperiode nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehe.

Svenja Linscheid, Geschäftsführerin der Aktivregion, zog eine Bilanz der Förderperiode, in der etwa 1,2 Millionen Euro kontingentiert worden seien. Doch sei immer noch ein Restbudget von mehr als 126 000 Euro vorhanden, das noch für Projektanträge eingesetzt werden könne, deren Bewerbungs-Unterlagen bis zum 30. September eingereicht werden müssten. Die Projekte müssten aber bis zum 31. Dezember 2014 komplett abgeschlossen sein.

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