Danewerk : Motocross auf dem Welterbe: Kreis erstattet keine Strafanzeige

Tiefe Furchen hatten die Unbekannten auf dem historischen Wall hinterlassen - Dannewerks Bürgermeisterin Anke Gosch war empört.

Tiefe Furchen hatten die Unbekannten auf dem historischen Wall hinterlassen - Dannewerks Bürgermeisterin Anke Gosch war empört.

Keine Beschädigung der Substanz, nur der Bewuchs des historischen Walls wurde mit Mitleidenschaft gezogen.

23-28223293_23-56994511_1417184908.JPG von
10. Februar 2021, 11:31 Uhr

Danewerk | Ende Januar hatten bislang unbekannte Motocross-Fahrer das Weltkulturerbe als Rennstrecke missbraucht. Die Empörung war groß – jetzt hat der Kreis Schleswig-Flensburg als Eigentümer des Walls mitgeteilt, auf eine Strafanzeige gegen die Unbekannten verzichten zu wollen.

Kreis und Archäologisches Landesamt bewerteten gemeinsam mit der Polizei bei einer Begehung des Margarethenwalls den Schaden und stellten fest, dass es zu keiner Substanzschädigung des Denkmals gekommen ist. Lediglich die Grasnarbe sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Es handelt sich daher um ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach § 18 Denkmalschutzgesetz, da keine gravierende Sachbeschädigung vorliegt.

Weiterlesen: Cross-Motorradfahrer zerstören Teile des Danewerks

Haithabu und Danewerk und Umgebung sind sowohl als Naturschutzgebiet als auch archäologisches Kulturdenkmal geschützt. Danewerks Bürgermeisterin Anke Gosch rief die Anwohner zur Aufmerksamkeit auf und bat, sofort die Polizei zu verständigen, Sollte sich ähnliches noch einmal ereignen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen