Steinfeld : Moor braucht mehr Wasser

Das Schukjer Moor, das hier Ulf Martensen und Kristina Krenz durchwaten, soll sich wieder zu einem Hochmoor entwickeln, doch bisher verläuft der Prozess zu langsam.
Das Schukjer Moor, das hier Ulf Martensen und Kristina Krenz durchwaten, soll sich wieder zu einem Hochmoor entwickeln, doch bisher verläuft der Prozess zu langsam.

Naturschutzverein sichert Finanzierung von Renaturierungsmaßnahmen zu

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17. März 2015, 12:00 Uhr

Das Schukjer Moor entwickelt sich zurück zu einem Hochmoor, der Prozess verläuft jedoch zu langsam. Auf einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „Weitere Renaturierungsmaßnahmen im Schukjer Moor“ erläuterte jetzt Ulf Martensen, Vorsitzende des Naturschutzvereins Süderbrarup und Umgebung, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Moor in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, das weitere Vorgehen. Rund 30 Flächeneigentümer und Gäste waren zu der Veranstaltung erschienen.

Ein erster Versuch, das Schukjer Moor zwischen Nottfeld und Steinfeld zu renaturieren, wurde bereits 1989 unternommen und zwar als erstes großes Projekt des damals noch jungen Naturschutzvereins. Im Zuge der Flurbereinigung wurde damals die Schukjer Au verlegt, um die starke Entwässerung zu beenden. Als Verbindungselement zur Au wurde eine Rohrleitung mit Überlauf geschaffen. Auch eine Pufferzone aus extensiv bewirtschaftetem Grünland wurde in diesem Zeitraum in der Umgebung eingerichtet.

20 Jahre später führte im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit Kristina Krenz von der Hochschule Anhalt in Bernburg eine vegetationskundliche Untersuchung des Renaturierungs-Erfolges von 1989 bis 2009 durch und es wurden Messstellen für Pegelstände eingerichtet.

Durch die Initiative von Krenz, die weiterhin für den Verein als externe Beraterin tätig ist, wurde 2011 das Projekt „Förderung des ökologischen Gesamtkomplexes Schukjer Moor“ beim Moorschutzfonds der Stiftung Naturschutz beantragt. Als erster Schritt wurde ein hydrologisches Gutachten durch ein Planungsbüro angefertigt.

Die Auswertung der Messungen der Wasserstände ergaben starke Schwankungen im Jahresverlauf. „Insbesondere das Trockenfallen des Moores in den Sommermonaten sollte verhindert werden“, so Martensen. Dies kann durch einen gezielten Anstau innerhalb der niederschlagsreichen Phasen erreicht werden. Trotz der höheren Grundwasserspiegel kann eine Beeinträchtigung der das Moor umgebenden Ackerflächen ausgeschlossen werden, da Graben- und Drainagesysteme ergänzt und verbessert werden.

„Wir streben gemeinsam mit den Eigentümern eine Aufwertung des Schukjer Moores an“, stellte Martensen in der sich anschließenden Diskussion klar. „Die Finanzierung sichert unser Verein durch eingeworbene Mittel.“

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