Unfall auf B201 : Mit Video aus Treia: Lkw schleudert in Haus – Einsturzgefahr

Das THW muss das einsturzgefährdete Haus abstützen.

Das THW muss das einsturzgefährdete Haus abstützen.

Ein Lkw-Fahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es rammt mehrere Autos und kracht dann in ein Haus.

shz.de von
19. Januar 2018, 11:04 Uhr

Treia | Glatte Straßen sind im Winter an sich nichts ungewöhnliches – doch wenn plötzlich eine dicke Eisschicht auf der Fahrbahn haftet, gibt es kein Halten mehr. In Treia im Kreis Schleswig-Flensburg wurden diese gefährlichen Straßenverhältnisse in der Nacht einem Lastwagenfahrer zum Verhängnis.

 

Der Mann war mit seinem mit Getränken beladenen Sattelzug auf der Bundesstraße 201 in Richtung Schleswig unterwegs, als er aufgrund der Straßenverhältnisse die Kontrolle über seinen 40 Tonnen schweren Lastwagen verlor. Dieser stellte sich quer und rutschte einfach weiter. Dabei beschädigte er zunächst mehrere Ausstellungsfahrzeuge eines Autohauses, bevor der Auflieger schließlich in ein Wohn- und Geschäftshaus prallte und dabei ein weiteres Auto regelrecht zermalmte.

Die im Haus schlafenden Anwohner wurden durch den ohrenbetäubenden Krach geweckt und wählten sofort den Notruf. Die Rettungsleitstelle alarmierte die Freiwilligen Feuerwehren Treia und Silberstedt, zwei Rettungswagen und den Notarzt. Doch trotz der großen Wucht der Zerstörung hatten alle Beteiligten großes Glück im Unglück: Sowohl der Lastwagenfahrer als auch die Bewohner des Hauses blieben unverletzt.

Die Feuerwehr musste zunächst Berge von Getränkekisten wegräumen, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. In der Außenwand des Hauses klafft jetzt ein Loch - und das Gebäude ist einsturzgefährdet. Bevor der Lastwagen überhaupt geborgen werden kann, muss das Haus durch das bereits alarmierte Technische Hilfswerk (THW) aufwändig abgestützt werden.

Bis dahin bleibt auch die Bundesstraße 201 voll gesperrt – was angesichts der extremen Straßenglätte für die Sicherheit der Einsatzkräfte ohnehin erforderlich gewesen wäre. Um an der Unfallstelle gefahrlos arbeiten zu können, musste diese auch zunächst durch einen Streuwagen mit Salz abgestreut werden.

Die Polizei warnt im nördlichen Schleswig-Holstein vor weiterhin extremer Glätte und bittet die Autofahrer, sich den Verhältnissen anzupassen. Es haben sich bereits mehrere Unfälle ereignet.

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