Kropp : Mit Vampiren und Monstern im Grusel-Wald

Einer von 15 Akteuren, die in Kropp ihr Unheil trieben.
Einer von 15 Akteuren, die in Kropp ihr Unheil trieben.

Die Veranstaltung „Helloween-Wald“ fand zum ersten Mal in Kropp mit 1500 Besuchern statt.

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01. November 2019, 16:37 Uhr

Kropp | Aus einer spontanen Idee wurde eine riesiger Erfolg. Keiner hat damit gerechnet, schon gar nicht die Veranstalter des „Helloween-Waldes“, der Abend des Reformationstags stattfand. DJ Chaos Basti alias Sebastian Haack und CB Events wollten eigentlich nur mal gucken, ob so ein „Halloween-Wald“ überhaupt angenommen wird. Spontan hatten sie alles organisiert und wurden tatkräftig unterstützt. Ein großer Dank ging an die Gemeinde Kropp, die das Waldstück kostenfrei zur Verfügung stellte.

Die Ungewissheit macht den Gruselfaktor aus. Vampirdame
 

Es gab nur einen zentralen Eingang, hinter dessen Vorhang sich nur erahnen ließ, was sich dahinter verbarg. Auf 500 Metern führte der Weg durch das Waldstück. Teils im schummrigen Licht, teils stockfinster, begleitet von den Geräuschen der Nacht und gespensterlichen Klängen, die aus dem Nirgendwo zu kommen schienen. Nebelmaschinen gaben noch den obligatorischen Hauch von Schaudern dazu. „Die Ungewissheit macht den Gruselfaktor aus. Man weiß genau, es passiert etwas, nur nicht wann und wo“, verriet eine Kropper Vampirdame im Wald. Ob nun ein blutverschmiertes Harlekinmädchen, der Geist der Toten aus der Guillotine, Monster, die Kettensägenfrau oder der Tod höchstpersönlich, sie alle sorgten für einen Abendspaziergang der ganz besonderen Art.

Lange Wartezeiten am Eingang

Insgesamt trieben 15 freiwillige Akteure ihr Unheil, für die Kleinen mit Zurückhaltung und später für die Großen mit allem, was ging. Die Veranstalter hatten bereits im Vorfeld geplant, die ersten anderthalb Stunden etwas weniger gruselig zu gestalten, damit auch Familien mit kleineren Kindern ihren Spaß haben konnten. Kurz vor 20 Uhr startete dann die „Erwachsenenversion“.

Dass von den sich angekündigten knapp 600 Zuschauern fast dreimal so viele erscheinen würden, hat jegliches Vorstellungsvermögen der Veranstalter gesprengt. „Wie wurden quasi überrannt“, sagte DJ Chaos Basti überwältigt. Bis zu 50 Minuten haben die Gäste vor den Waldestoren gewartet, zum Startschuss war die Schlange gut 100 Meter lang in die eine Richtung und noch mal 50 Meter in die andere. Selbst aus Heide, Husum und Flensburg waren die Gäste angereist, wie sich aus den Kommentaren auf Facebook herauslesen ließ. Einige konnten nicht so lange warten und mussten verzichten, zum einen war ihnen zu kalt und zum anderen mussten viele der Kinder gestern Morgen wieder zur Schule. Wer aber bis zum Ende ausgeharrt hat, wurde nicht enttäuscht.

Veranstaltung wird 2020 wiederholt

Am Ende des Weges gab es einen Würstchenstand und Lose, die Kleinen konnten sich auf dem Spielplatz noch einmal kurz warm toben, bevor es nach Hause ging. Die Lose waren schnell ausverkauft und die Schlange am Bratwurststand lang. Die meisten Besucher nahmen es gelassen.

Am Ende einer gruselig kalten Nacht steht fest: Der „Helloween-Wald“ geht 2020 in die nächste Runde. „Im nächsten Jahr werden wir uns auf die Massen einstellen, größere Grills haben, mehr Lose, mehr Helfer und hoffentlich auch kürzere Wartezeiten“, verriet Sebastian Haack. Die Stimmung der großen und kleinen Besucher war ausgelassen, der größte Teil will nächstes Jahr wiederkommen.

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