Mit Pfeil und Bogen auf der Pirsch

Bevor es auf die Strecke ging, bereiteten sich die Bogenschützen gemeinsam vor.
Bevor es auf die Strecke ging, bereiteten sich die Bogenschützen gemeinsam vor.

von
17. Mai 2018, 12:15 Uhr

Rund 80 Bogenschützen aus Schleswig-Holstein und Hamburg hatten sich beim SSV Klein Bennebek zum zweitägigen 3D-Bogenturnier angemeldet. Dabei schießen die Sportler auf Tierfiguren aus Schaumstoff. Auf einer Strecke von fünf Kilometern bekamen die Schützen 28 Ziele zu sehen und konnten mit ihren Treffern Punkte sammeln für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, die im August in Hohegeiß in Niedersachsen stattfindet.

Die Schützen des SSV Klein Bennebek erreichten vordere Plätze. In der Kategorie Jagdbogen Männer U20 erlangte Marc Ian Jähnel den zweiten Platz. Tanja Dambeck (Jagdbogen Damen Ü40) belegte Platz 3, ihr Ehemann Sven Dambeck siegte vor seinem Vereinskameraden Hartmuth Fastenau (Jagdbogen Herren Ü45). Bei den Herren Ü65 schoss sich Udo Grabley auf Platz 3. In der Kategorie Langbogen Herren war Florian Klein der Sieger, bei den Herren Ü45 erreichte Torsten Kock den dritten Platz.

Die Ursprünge des 3D-Bogenschießens liegen in den USA. Die Bogenjäger entwickelten eine geeignete Übungsform, um für die Jagdsaison mit dem Bogen fit zu sein. Sie simulierten Jagdsituationen im Gelände, bergauf und bergab mit unterschiedlichen Entfernungen, um im entscheidenden Moment das Wild sicher zu treffen. Hierzu bediente man sich so genannter 3D-Ziele: naturgetreue, vollplastische Tiernachbildungen. Hieraus entwickelte sich eine Sportart, die mittlerweile die größte Zuwachsrate unter den Bogensportdisziplinen hat.

Wettkämpfe finden in großer Zahl in ganz Europa statt und begeistern Jung und Alt. Entscheidend beim 3D-Schießen sind gute Kondition, Konzentrationsfähigkeit, anatomische Kenntnisse des Wildes und die Bereitschaft, auch bei schlechtem Wetter das Sofa zu verlassen und mit der ganzen Familie den Bogensport zu betreiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen