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Achim Reichel in Schleswig : Mit Laptop und Gitarre

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Altrocker Achim Reichel sang in der „Heimat“ auf der Freiheit vor 250 Fans seine großen Hits und erzählte aus seinem Leben.

von
erstellt am 21.Sep.2013 | 07:45 Uhr

Der Mann hat Durchhaltevermögen – auch mit fast 70 Jahren noch. Um 20 Uhr betrat Achim Reichel die Bühne der „Heimat“ auf der Freiheit – erst eine halbe Stunde vor Mitternacht verließ er sie wieder. Die Zeit dazwischen verging wie im Fluge. Unterwegs spielte der Altrocker nicht nur alle seine bekannten Lieder, sondern führte seine 250 Gäste erzählend durch alle Stationen seines bisherigen Berufslebens. Die Gitarre locker unterm rechten Arm, die linke Hand auf der Tastatur seines Laptops. Während er rechts in die Saiten griff, klickte er mit links die Bilder an, die er auf einer großen Leinwand zeigte: Achim mit den „Rattles“ auf großer England-Tournee, Achim mit kurz geschorenen Haaren bei der Bundeswehr, Achim als zahlungsunfähiger Starclub-Pächter auf St. Pauli, Achim als „Bootschafter“ der Deutschen Gesellschaft für die Rettung Schiffbrüchiger auf einem Seenotkreuzer. Mit Bescheidenheit und Selbstironie gelang es Achim Reichel, daraus keine Selbstbeweihräucherungsshow zu machen. Echte Rockkonzert-Stimmung freilich kam erst auf, als er nach einer „altersgerechten Pause“, wie Reichel es selbst nannte, alle Anekdoten durch hatte und einfach Hit an Hit spielte: „Der Spieler“, „Aloha Heja He“, „Steaks und Bier und Zigaretten“ – und natürlich die alten Seemannslieder, die ihm in den siebziger Jahren den Beinamen „Hans Albers der Rockmusik“ bescherten. Damals übrigens, sagte Reichel, war es schwierig, eine Plattenfirma für die Idee zu begeistern, Shantys im modernen Gewand aufzunehmen. Dabei funktioniert die Masche auch 30 Jahre später noch – das erfuhr Reichel am eigenen Leibe, als ihm während der laufenden Tournee sein Begleitmusiker Pete Sage von Stange ging. Er macht jetzt bei „Santiano“ mit.

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