Struxdorf : Mit einer Säge fing alles an

IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann (rechts) gratuliert Jörg Mangelsen zum 25-jährigen Betriebsjubiläum.
IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann (rechts) gratuliert Jörg Mangelsen zum 25-jährigen Betriebsjubiläum.

Das Sägewerk von Jörg Mangelsen wird heute 25 Jahre alt. Die IHK gratulierte schon zum Geburtstag.

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22. März 2018, 16:54 Uhr

Heute feiert das Sägewerk von Jörg Mangelsen in Struxdorf sein 25-jähriges Bestehen. IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann gratulierte bereits zu diesem Ereignis mit einem Besuch und einer Urkunde. „Sie müssen viele Dinge richtig gemacht haben“, lobte er den Firmeninhaber. Denn sonst könne ein Betrieb nicht ein Vierteljahrhundert Bestand haben. „Dazu gehört auch eine Portion Glück“, sagte Jörg Mangelsen zu dem Lob.

Mit einer mobilen Bandsäge hatte er begonnen. Am 22. März 1993 meldete er sein Gewerbe an. Am 1. April holte er seine Säge in Bayern ab. Mangelsen wusste als Tischler aus eigener Erfahrung, dass Nachfrage nach Sägearbeiten bestand. Kredite bei der Bank habe er damals jedoch auf reiner Vertrauensbasis bekommen. Markterkundungen und Businesspläne seien vor 25 Jahren noch unbekannte Vokabeln gewesen.

Heute verarbeitet er rund 15 000 Festmeter Holz im Jahr mit mehr als einem Dutzend Mitarbeitern. Von seinen fünf Bandsägen ist nur noch eine mobil. Auf insgesamt 1,5 Hektar Grundfläche lagern Lärche-, Douglasie- und Eichenstämme sowie Schnittholz in Form von Balken, Brettern und Leisten. Auftraggeber sind Firmen, Landwirte und Privatleute. Seit 2002 gibt es auch eine große Halle. „Das war eine schwierige Geburt“, meinte Mangelsen. Denn eine Baugenehmigung im Außenbereich auf einer ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Fläche zu bekommen, sei eine Sisyphusarbeit gewesen. Doch die ganze Mühe hat sich gelohnt. Neben ihrer gewerblichen Aufgabe wird die Halle auch als Kirchenraum für die großen Regionalgottesdienste sowie für den Struxdorfer Weihnachtsmarkt genutzt.

Neben ständig neuen Vorschriften und Gesetzen sieht Mangelsen allerdings die Lkw-Maut als Belastung für seinen Betrieb. Denn im Gegensatz zu hochpreisigen Wirtschaftsgütern gingen bei Holzprodukten mit geringen Basispreisen diese Gebühren mit wesentlichen Prozentsätzen in die Kalkulation ein.

Um diese Randbedingungen mitbestimmen zu können, prüft Mangelsen, ob er eine Berufung in den Landesbeirat Holz annehmen soll. Auch sonst ist er gesellschaftlich aktiv und seit vielen Jahren Mitglied seiner Gemeindevertretung – im Moment als Leiter des Wegeausschusses.

Über die Nachfolge macht sich der 48-Jährige keine großen Gedanken. Damit hat er auch noch ein bisschen Zeit. Denn sein Sohn besucht noch die Grundschule.



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