Süderbrarup : Mit dem Umweltclown Energie sparen

„Ein Clown darf alles“, ist die Devise von Umweltclownin Ines Hansen, wenn sie mit den Kindern über das Energiesparen spricht.
„Ein Clown darf alles“, ist die Devise von Umweltclownin Ines Hansen, wenn sie mit den Kindern über das Energiesparen spricht.

Ines Hansen war zu Gast an der Nordlicht-Schule in Süderbrarup.

shz.de von
06. September 2018, 18:34 Uhr

Das große bunte Tuch im Klassenzimmer in der Süderbraruper Nordlicht-Schule fliegt nach oben und senkt sich wieder, ein Windzug entsteht. Die Enden werden von Kindern gehalten und ganz langsam und dann immer schneller hoch und runter geschleudert. Am Ende, wenn das runde Tuch ganz oben ist, verschwinden die Kinder darunter.

Energiesparen ist kinderleicht und kann sogar Spaß machen. Für den Spaß steht Umweltclownin Ines Hansen aus Dinslaken. Die gelernte Heilpädagogin tourt durch Deutschlands Schulen und macht Kinder mit dem Thema Energie vertraut. Auch das große Tuch gehört zu der Aktion, denn durch die Bewegung des Stoffes wird Wind erzeugt. Dass die unterschiedlichen Energieträger nicht einfach vorhanden sind, sondern einen Ursprung haben und man mit ihnen sorgsam umgehen muss, wird den Kindern deutlich gemacht. Dazu nutzt Ines Hansen Interaktive Karten, Spiele und Kostüme. „Wir wollen die Kinder anregen, selber etwas zu verändern und das im täglichen Umgang“, beschreibt Schulleiter Wolfgang Schäfing den Auftritt des Umweltclowns in der Schule.

Neben den Themen Gesundheit und Bewegung ist die Umwelt ein Schwerpunktthema der Nordlicht-Schule. An zwei Tagen ist jede Klasse zwei Stunden mit der Umweltclownin zusammen. Den Einwurf, dass dieses Thema für Grundschulkinder zu früh sei, verneint Ines Hansen. „Je früher sich Kinder mit der Thematik befassen, desto mehr Verständnis haben sie für die Problematik.“ Die Clownin vermittelt den Kindern auch keine Umweltwissenschaft, sondern zeigt auf, wo und wie jeder in der Schule und zu Hause Strom sparen kann. Ihr Motto: „Stromfresser mit Köpfchen besiegen“.

In jedem Jahr können sich landesweit zwölf Schulen um Aktionen mit dem Umweltclown bewerben.

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