Satrup : Mit dem Roller durch Angeln

Ein Sportgerät für fast jede Altersstufe: Der neunjährige Nils und Rentnerin Maritta Marxen(v.l.)  testen ein „Kick-Bike“.  Florian Jürgensen, Dr. Wolfgang Ries, Jana Freud, Mareike Lund und Marlies Freud wollen Rollerfahren zur Massenbewegung machen.
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Ein Sportgerät für fast jede Altersstufe: Der neunjährige Nils und Rentnerin Maritta Marxen(v.l.) testen ein „Kick-Bike“. Florian Jürgensen, Dr. Wolfgang Ries, Jana Freud, Mareike Lund und Marlies Freud wollen Rollerfahren zur Massenbewegung machen.

Initiative in Satrup will Bewegung auf einer modernen Variante des Tretrollers fördern und bildet Fahrtrainer aus. In Finnland ist das Rollerfahren bereits ein Trendsport.

shz.de von
18. Januar 2014, 15:00 Uhr

Generationen von Kindern haben den guten alten Roller als ersten fahrbaren Untersatz geliebt. Doch in Zeiten von Internet und Skateboards hat der Roller in den vergangenen Jahren eher ein Schattendasein geführt. Runderneuert in Design und Technik erlebt er als „Kick-Bike“ eine Renaissance. In Mittelangeln könnte es sogar zum Massenfortbewegungsmittel werden – Seminare sollen Interessierten das richtige Rollern näherbringen.

Teil der der neuen Roller-Welle ist Dr. Wolfgang Ries, Oberarzt an der Diako in Flensburg. Er hat das Fortbewegungsmittel für Menschen fast jeden Alters aus Finnland mitgebracht, denn dort ist das „Kick-Bike“ ein Massenfortbewegungsmittel mit Fan-Clubs und eigenen Wettbewerben. Als Arzt sieht Ries natürlich auch die gesundheitlichen Vorteile des Rollerfahrens. Der Sport aktiviere viele unterschiedliche Muskelgruppen und sei anstrengender als Radfahren. Nicht zu vergessen sei die Psyche: Die körperliche Anstrengung in frischer Luft gleiche aus und mache glücklich.

Als Marita Marxen aus Satrup von diesem neuen Trend-Sport hörte, war sie sofort Feuer und Flamme und befand: Daraus lässt sich ein Bildungsangebot machen. Schnell waren mit den Schulen, der Volkshochschule, dem Sportverein, Jugendzentrum und der Offenen Ganztagsschule interessierte Partner gefunden.

„Wir wollen Menschen in Bewegung setzen“, schwärmt Marita Marxen von der neuen Möglichkeit der Fortbewegung. Die beteiligten Gruppen sollen als Motor dienen und in ihren Reihen das Rollern wieder in Schwung bringen. Im Rahmen von Trainer-Seminaren soll der Grundstock für das richtige „Kick-Bike“-Fahren gelegt werden. Die Trainer Mareike Lund, Florian Jürgensen und Jan Streppel haben sich bereit erklärt, ihr Können weiter zu geben.

Das Problem sind derzeit allerdings fehlenden Tretroller. Hier hoffen die Initiatoren auf Sponsoren. Ein Roller kostet um 400 Euro. Hilfe hat bereits Marlies Freud angeboten. Sie organisiert die Satruper Kleider- und Spielzeugbörse und will aus dem Überschuss der Veranstaltung einen Beitrag zur Beschaffung der „Kick-Bikes“ leisten.

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