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Schleswiger Nachrichten

24. August 2017 | 01:30 Uhr

Mit Bio und Wellness punkten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Studie von Studentinnen der Fachhochschule Westküste sieht Potenzial für den Gesundheitstourismus an Schlei und Ostsee

Die Region Schlei-Ostsee hat für Urlauber viel zu bieten. Die Angebote könnten jedoch ausgebaut werden. Speziell im Gesundheitstourismus sieht eine Fallstudie von Studenten der Fachhochschule Westküste deutliches Potenzial.

Die Ergebnisse der Studie decken sich mit den Überlegungen Prof. Dr. Roland Trills von der Fachhochschule Flensburg, der der Region eine stärkere gesundheitstouristische Ausrichtung empfahl, als er sich im Jahr 2012 mit dem Standort Schleswig und der Region Schlei-Ostsee beschäftigt hatte. Mit der Studie „Gesundheitstouristische Landkarte der Ostseefjord-Schlei-Region“ liefern die Studierenden jetzt weitere Ansätze für die Touristiker in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg.

Wichtigstes Ergebnis der Studie: Eine Vernetzung und professionelle Vermarktung der vorhandenen Angebotsvielfalt rund um die Schlei fehlt bislang. Sophie Yeim, Nicola Neumann, Ramona Lüdke und Derya Avci empfehlen der Ostseefjord Schlei GmbH (OFS) als Auftraggeber daher, einen Gesundheitsmanager zu berufen. Zugleich müssten Anbieter untereinander stärker kooperieren, um touristische Angebotspakete zu schnüren. Handlungsbedarf sehen sie in der Vermarktung, die über die Homepage der OFS klarer und einfacher mit Wegweisern erfolgen sollte.

Gefördert von der Aktiv-Region Schlei-Ostsee und dem Unternehmensverbund Nord, hatten die jungen Frauen seit Oktober gesundheitstouristische Anbieter des ersten und zweiten Gesundheitsmarktes ermittelt. In den ersten Gesundheitsmarktes fallen Angebote für kranke Menschen, vom zweiten Gesundheitsmarkt spricht man im Zusammenhang mit Angeboten für Menschen, die ihre Gesundheit präventiv fördern wollen, aber auch ganzheitlich Ruhe, Entspannung, Bewegung suchen und Abstand vom Alltag gewinnen wollen.

Der Schwerpunkt der Studie liegt auf dem zweiten Gesundheitsmarkt. In Einzelkarten trugen die Studentinnen des fünften Semesters, die von Anke Lüneburg – früher selbst OFS-Geschäftsführerin, jetzt Lehrbeauftragte der FH-Westküste – betreut wurden, die Ergebnisse von Recherche und Vor-Ort-Besuchen zusammen. So entstanden Landkarten zu den Themenfeldern Medizin, Wellness, Natur, Gastronomie, Beherbergung, Sport und Kultur mit spezifischen gesundheitstouristischen Merkmalen. Beispielsweise in der Gastronomie der Einsatz von Bioprodukten, im Wellnessbereich Kurse für Yoga oder Gi-Gong, in Sachen Natur geführte Wanderungen, Kräutergärten oder Parks für alle Sinne, erläuterte Sophie Yeim. Wie in einem Baukastensystem werden die Angebote unter den Begriffen Wasser, Balance, Medizin, Ernährung/Kräuter und Bewegung untergliedert, so dass sich Urlauber einen individuellen Aufenthalt zusammenstellen könnten.

Um diesem Ansatz unter dem Dach der OFS umsetzen zu können, bedarf es aus Sicht der Studentinnen einer stärkeren Vernetzung der Anbieter untereinander. Und es müssen neue Produkte, Reisepakete, geschaffen werden. Hier setze die OFS an, stellte Geschäftsführer Max Triphaus fest: „Die Analyse ist für uns eine sehr gute Basis.“ Neu sei der Gesundheitstourismus für die OFS allerdings nicht, das Motto „Entschleunigen in einer tollen Landschaft“ stehe schon im Fokus der Vermarktung, erklärte Triphaus. Die Entwicklung von neuen Vermarktungs-Aktivitäten werde durch eine weitere Förderung durch die Aktiv-Region mit der Gemeinde Damp als Träger begleitet.

„Nur gemeinsam sind wir stark“, fasste Damps Bürgermeister Horst Böttcher die Quintessenz aus der Studie zusammen. Sie habe gezeigt, dass Tourismus gut für die Region sei, mit Gesundheitstourismus aber noch viel besser werden könne. „Wir sind sehr zufrieden mit der Studie und wissen, dass es viele Anbieter gibt“, sagte Hans-Werner Berlau, Vorsitzender Aktiv-Region Schlei-Ostsee. Die Studie sei ein sehr guter Anstoß, den die OFS nun aufnehmen müsse.

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erstellt am 28.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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