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Sanierungs-Planung für das Jahr 2014 : Millionen für Kabel und marode Straßen

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Kreis Schleswig-Flensburg will im kommenden Jahr zahlreiche Straßendecken sanieren. Auch im Kreishaus herrscht ein Sanierungsstau. Die EDV muss für 2,3 Millionen Euro modernisiert werden.

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erstellt am 21.Aug.2013 | 18:59 Uhr

Ein erhebliches Investitionspaket haben die Mitglieder des Werkausschusses des Kreistags in ihrer ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode vorgesetzt bekommen. So sollen im kommenden Jahr 5,2 Millionen Euro in den Erhalt von Kreisstraßen gesteckt werden. Davon muss der Kreis allein fast 1,7 Millionen Euro schultern. Mindestens ebenso dringend wie der Kampf gegen Schlaglöcher und zerfahrene Radwege erscheint dem federführenden Servicebetrieb die Erneuerung der Daten- und Stromleitungen im Kreishaus.

Fachleute haben errechnet, dass mindestens 2,3 Millionen Euro notwendig sind, um vor allem die Verwaltungs-EDV in der Flensburger Straße zukunftsfähig aufzustellen. „Da wackelt man schon ein wenig mit den Ohren“, sagte der neue Ausschuss-Vorsitzende Holger Zschiesche (SPD) angesichts dessen, was dem Ausschuss gleich zum Auftakt der Wahlperiode präsentiert wurde.

Dabei handelt es sich bei der Kostenschätzung für die Neuverkabelung des Kreishauses noch nicht einmal um die „große Lösung“. Denn auf Glasfaser für die computergestützte Kommunikation wurde zugunsten billigerer Kupferleitungen verzichtet. Rund 45 000 Euro hätte dies mehr gekostet – wohlgemerkt pro Stockwerk, insgesamt also rund eine Viertelmillion.

Wie die 2,3 Millionen Euro aufgebracht und über mehrere Jahre in die Haushaltsplanung eingespeist werden sollen, ist noch nicht entschieden. Mit Spannung wird daher die heutige Hauptausschuss-Sitzung erwartet. In dieser sollen erstmals die Eckpunkte für den Etat 2014 diskutiert werden. Aber sicher wird auch das für die kommenden Jahre drohende Acht-Millionen-Euro-Loch eine Rolle spielen, das sich im schlimmsten Fall aus der Umsteuerung des Landes beim kommunalen Finanzausgleich für den Kreis ergeben könnte.

Im Kreishaus ist man sich einig, dass an einer Modernisierung der Leitungsnetze, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder erweitert wurden und so zu einem vollkommen uneinheitlichen und zum Teil chaotischen Durcheinander verknüpft sind, kein Weg vorbei geht. Schon heute stürzen nach Angaben der Verwaltung Rechner ab, weil sie den inzwischen normalen Datenverkehr nicht mehr bewältigen können.

Servicebetrieb-Werkleiter Lutz Döring: „Wir haben Defizite in den Netzwerkleistungen, aber auch im Telefonnetz, bei der Elektroverkabelung und nicht zuletzt auch beim Brandschutz.“ All diese Probleme sollen nun auf einen Schlag behoben werden. Ausschuss-Vorsitzender Zschiesche: „Wir verlangen eine leistungsfähige Verwaltung, dann müssen wir auch in diesen sauren Apfel beißen.“

Auch auf den Kreisstraßen wird sich im kommenden Jahr einiges tun. Allein für 1,4 Millionen Euro sollen marode Straßendecken erneuert werden (K 111, K 25, K 65, K 34, K 67, K 69-Radweg, K 24-Radweg), wobei die Hälfte der Kosten auf das Land entfällt, sofern einer Förderung zugestimmt wird. Zahlreiche Sanierungsprojekte waren zudem bereits in diesem Jahr vorgesehen, konnten jedoch aufgrund fehlender Förderzusagen nicht begonnen werden und sollen nun erneut in Angriff genommen werden. Das gilt beispielsweise für die Sanierung der K 22 zwischen Kappeln und Grödersby, die K 58 zwischen Sandbek und Rabenholz, die K 67 zwischen Hüllerup und der K 126, die K 29 von Taarstedt nach Lindau und die K 47 zwischen Loit sowie die K 119 (Steinfeld).

Die neuen Mitglieder des Ausschusses hatten nach der Sitzung angesichts der vielen Aufgaben und Projekte keinen Zweifel an dem, was der politikerfahrene Holger Zschiesche eingangs der Sitzung betont hatte: „Wir haben heute ganz wichtige Angelegenheiten auf dem Tisch.“

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