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Transalls : Militärmaschinen im Tiefflug über der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein ungewohnter Anblick über Schleswig: Transall-Propellerflugzeuge aus Hohn bleiben noch bis November in Jagel stationiert.

von
erstellt am 30.Sep.2013 | 14:30 Uhr

Für manche Schleswiger ist es ein interessantes Schauspiel, andere bekommen es mit der Angst zu tun: Seit Tagen überqueren immer wieder Transall-Transportmaschinen der Bundeswehr im Tiefflug das Stadtgebiet. Zehn Propellerflugzeuge des Typs Transall sind noch bis November in Jagel stationiert. Ihren Heimatflugplatz in Hohn bei Rendsburg können sie derzeit nicht nutzen, weil die Startbahn saniert wird.

Bis zu 30 Mal am Tag starten und landen die Maschinen derzeit vor den Toren Schleswigs. Manchmal zu Versorgungsflügen bis nach Afghanistan oder Mali – manchmal aber auch, weil die Besatzungen ihre vorgeschriebenen Übungsflüge absolvieren. Dazu gehören auch so genannte Platzrunden, erklärt der Jageler Oberstleutnant Josef Ehrenreich. Die tiefsten dieser Runden fliegen die Piloten in 1000 Fuß Höhe – das sind etwa 350 Meter. Ehrenreich: „Das geschieht aber nicht über Schleswig, sondern auf der Südseite des Flugplatzes, also rund um Kropp, Tetenhusen und Selk.“ Die nördlichen Platzrunden sollen in einer Höhe von 1500 Fuß geflogen werden – also in etwa 500 Metern.

Dafür, dass viele Schleswiger den Eindruck haben, die Maschinen flögen niedriger, hat Ehrenreich zwei Erklärungen. Erstens sei es möglich, dass einige Piloten, die mit den Örtlichkeiten nicht vertraut sind, in den ersten Tagen versehentlich zu tief über dem Stadtgebiet gekreist seien. Zweitens könne aber auch einfach der optische Eindruck täuschen: „Ein großes Flugzeug sieht bei gleicher Höhe größer aus als ein kleines.“ Transalls sind 32 Meter lang und haben eine Flügelspannweite von 40 Metern. Damit sind sie doppelt so lang und dreimal so breit wie die Tornado-Jagdflugzeuge, deren Flüge über die Schlei für die Schleswiger seit vielen Jahren ein vertrauter Anblick sind.

Noch bis zum 9. November weichen die Transalls nach Jagel aus. Wenn sie keine Ladung an Bord haben und nur eine kurze Landebahn benötigen, können die Transportmaschinen ihren Heimatflugplatz in Hohn schon jetzt wieder ansteuern. Das sei aber eher selten der Fall, sagt Ehrenreich.

Ab morgen bekommt Jagel zudem neue Gäste: Vier A4-Zieldarstellungsflugzeuge, die normalerweise in Wittmund (Ostfriesland) stationiert sind. Diese Maschinen werden allerdings weniger auffallen als die Transalls. Sie sind mit zwölf Metern Länge noch kleiner als die Tornados.

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