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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:32 Uhr

Schuby : Michael Jöns bleibt der Chef

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Zahl der Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr Schuby hat sich verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr. Das lag vor allem an den beiden Orkanen „Xaver“ und „Christian“.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Schuby hatte viel zu tun im vergangenen Jahr: Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Einsätze mehr als verdoppelt, wie aus dem Bericht von Wehrführer Michael Jöns auf der Jahreshauptversammlung hervorging. Waren im Jahr 2012 insgesamt 19 Einsätze abzuarbeiten, waren es im vergangenen Jahr ganze 40. Neun davon verursachten allein die Orkane Christian und Xaver.

Im Januar war ein Fahrzeug nach einem Ausweichmanöver wegen eines Rehs gegen einen Baum geprallt und hatte Feuer gefangen. Der letzte Januar-Tag brachte einen Einsatz auf den Bahngleisen. Bei starkem Wind war ein 1000-Liter-Kunststoffbehälter auf die Gleise geweht und von einer Lok erfasst worden. Dank des neuen Fahrzeuges hatte die Feuerwehr gleich das richtige Werkzeug zur Hand und zersägte den Behälter.

Im März wurde dann die Wärmebildkamera von Lürschau angefordert, um eine vermisste Person zu finden. Der Einsatz nahm ein gutes Ende, der Vermisste war lediglich mit dem Bus nach Schleswig gefahren, ohne sich abzumelden.

Ein Einsatz Ende März hinterließ bei den Einsatzkräften Spuren: Ein Autofahrer hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war gegen eine Betonbrücke geprallt. Der Mann überlebte schwer verletzt. Im April gab es einen außer Kontrolle geratenen Brand bei einem Bio-Bauern. Der Wind trieb das Feuer Richtung Wohnhaus, ein Übergreifen der Flammen konnte jedoch verhindert werden.

Nach einem Einsatz an der Hochbrücke in Rendsburg kam es im Juni zum „Schlüpferbrand“. Hier fand die Wehr an der A 7 brennende Unterwäsche, die zügig gelöscht werden konnte. Im Juli brannte dann der Dachstuhl bei einem Feuerwehrkameraden. Mit Unterstützung der Kameraden aus Lürschau und Hüsby konnte das Feuer unter Atemschutz gelöscht werden.

Nach der „Sommerpause“ gab es Mitte September einen Pkw-Brand auf der A 7. Das brennende Fahrzeug gehörte einem Journalisten, der gleich Bilder für den Zeitungsbericht machte. „So spart man Geld“, sagte Wehrführer Michael Jöns.

Es folgten diverse Sturmeinsätze, bei denen der Funkverkehr völlig zum Erliegen kam. Die Feuerwehr fuhr die Straßen ab und half dort, wo es notwendig war. Im Dezember kam es dann zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 7, bei dem ein Opel Corsa mehrmals rechts und links gegen die Leitplanken geschleudert wurde. „Ich hätte nicht gedacht, dass ein Mensch lebend aus einem derart verformten Fahrzeug gerettet werden kann“, sagte Jöns. Einen ganz besonderen Einsatz gab es noch am Silvesterabend. Eine Geisterfahrerin wurde auf der Autobahn in Höhe Auffahrt Schuby von der Polizei gestellt. Ein anderer Fahrer, von der Situation scheinbar überfordert, rammte das Polizeifahrzeug und ein Verkehrsschild und kam auf der Leitplanke zum Stehen. Der Mann konnte aus seinem Wagen befreit werden.

Nach diesen teilweise schweren Einsätzen war es für die Feuerwehrleute eine gute Nachricht, dass ein Kassenstand von über 15 000 Euro zu verzeichnen ist. Ein Teil des Guthabens soll in einen dreitägigen Ausflug für die Wehr investiert werden.

Michael Jöns wurde als Wehrführer wiedergewählt. Neuer Kassenprüfer ist Frank Jensen, Atemschutzgerätewart bleibt Michael Otremba, der ausdrücklich für seine hervorragende Arbeit gelobt wurde. Axel Warncke wurde zum Brandmeister ernannt.

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