zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 06:19 Uhr

"Rampage" : Metal ohne Staubsauger

vom

Vierter Teil der SN Serie über junge Schleswiger Bands: Rampage spielt bei der Ela-Rocknacht

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2011 | 06:10 Uhr

schleswig | "Natürlich sind Slayer für uns musikalische Vorbilder und eine Inspirationsquelle", sind sich die vier Jungs von Rampage einig. Und auch beim Blick in den Proberaum der Schleswiger Band werden die vermeintlichen Klischees des Heavy Metal bestätigt. Poster von Motörhead, Iron Maiden und Metallica, ein Kühlschrank voller Bier und eine Wanduhr, die statt den normalen Ziffern von Eins bis Zwölf nur Vieren zeigt. Eine Anspielung auf den Spruch: "Kein Bier vor Vier".

Christopher Kraus, 19, ist Sänger und Leadgitarrist der Neo-Thrash-Metal-Band namens Rampage, die in dieser Besetzung seit Ende 2009 besteht. "Wir haben im Juni letzten Jahres auch schon ein Demo-Tape mit drei Songs hier im hauseigenen Studio auf der Freiheit aufgenommen." Diese CD kann bei Auftritten und über die Bandhomepage im Internet gekauft werden. Neben Kraus sind bei der klassischen Vierer-Combo noch Gerrit Stange, 19, als Rhythmusgitarrist, Lukas Paulsen, 17, am Bass und Phil Gerdes, 18, am Schlagzeug aktiv. Alle Beteiligten treffen sich regelmäßig mindesten zweimal im Monat im Proberaum und arbeiten an neuem Material. "In der Regel jammen wir gemeinsam, und wenn uns etwas gefällt, arbeiten wir es gezielt zu einem Song um", erklärt Gerrit Stange. Allerdings steht bei Rampage immer erst die Melodie, dann folgt der Text. Sänger Kraus erklärt dazu: "In unseren Liedern geht es um Frauengeschichten, schlechte Erfahrungen und Alkoholkonsum." Insgesamt haben Rampage bisher sieben eigene Songs komponiert und fügen diese mit zwei Coversongs zu einem 45-minütigen Live-Programm zusammen. "Bisher hatten wir zehn Auftritte. Der größte war vor 100 Zuschauern bei der Skate-Jam in Schleswig", sagt Drummer Phil Gerdes. Ein eigenes Album ist in Planung, scheitert aber bisher an den finanziellen Mitteln der Band. Außerdem sollen noch mehr Songs geschrieben werden, um eine Auswahl zu haben. "Wer Interesse hat, uns finanziell zu unterstützen, darf dies natürlich gerne tun. Neben den Kosten für eine CD-Produktion benötigen wir am dringendsten einen Staubsauger für den Proberaum", fügt Lukas Paulsen lachend hinzu. Eine feste Fan-Schar haben sich Rampage schon erspielt. "Es gibt bei Konzerten eine Gruppe von fünf bis zehn Leuten, die immer dabei sind. Teilweise ist das Familie oder Freunde, aber auch Fans, die wir überzeugt haben", sagt Sänger Kraus.

Die nächste Gelegenheit, sich den Sound der Band live anzuhören, bietet sich morgen im Ela-Ela bei der Rocknacht. Außerdem befinden sich Rampage momentan auf der "Enslavement Tour 2011" und treten am 9. April im Jugendzentrum und im Sommer bei Swinging City auf.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen