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Schleswiger Nachrichten

23. Oktober 2017 | 23:03 Uhr

Kropper Info-Schau : Messe-Besucher wurden nass

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Kropper Info-Schau im Regen: Weniger Besucher als in den Vorjahren, aber dichtes Gedränge im Ausstellungszelt und in der Geestlandhalle

„Wir haben zwölf Mal Glück gehabt mit dem Wetter, da kann man einmal auch etwas schlechteres verkraften“, kommentierte Bürgermeister Stefan Ploog die meteorologischen Rahmenbedingungen der Kropper Info Schau. Einen Besucheransturm wie in den letzten Jahren (12  000 Besucher) gab es dieses Mal nicht, aber Aussteller und Besucher waren trotzdem zufrieden. Bei dem schlechten Wetter waren die Außenbereiche nicht so gefragt wie sonst („Der Besucherandrang bleibt überschaubar“, lächelt ein Aussteller etwas süß-sauer), dafür profitierten die Innenbereiche um so mehr. Im Ausstellungszelt wie in der Geestlandhalle herrschte Gedränge.

„Wir haben hier 120 Aussteller von A wie Autohaus bis Z wie Zeltverleih“ sagte Adolf Deeke von der Regionalmarketing Kropp-Stapelholm GmbH, der die grundsätzliche Attraktivität der Messe damit begründete, dass nicht jedes Jahr die gleichen Firmen in einen schematischen Aufbau gepresst würden. Bei den Besuchern komme diese Vielfalt gut an. Besucherin Ute Treichel aus Drage bestätigte dies: „Wunderbar hier, ganz vieles zu sehen, interessant und informativ, ein breit gefächertes Angebot“, sagte sie.

Iris Lorentzen von Elektro-Lorentzen in Bergenhusen ließ sich von den ungünstigen Wetterbedingungen nicht die Laune verderben. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Besucherinteresse. Wegen der guten Erfahrungen bei den letzten Messen sind wir ja jetzt auch wieder da“, sagte sie. Deeke wiederum würde sich freuen, wenn Aussteller aus dem Bereich Stapelholm stärker auf der Messe vertreten wären. „Wir geben den Betrieben aus der Region hier die Möglichkeit, sich selbst darzustellen und Kontakte zu knüpfen, aus denen sich Geschäfte entwickeln können,“ ergänzte Bürgermeister Stefan Ploog.

Das hoffte natürlich auch Geschäftsführer Roland Heidemann vom Raiffeisen-Zentrum Idstedt, der mit einem Gülle-Dekanter auf der Messe stand. „Wir versuchen, mit diesem Gerät eine Win-win-Situation für alle Beteiligten zu schaffen“, erklärte er. Mit dem Dekanter werde der in ausreichender Menge zur Verfügung stehende Rohstoff Gülle besser genutzt. Vor allem auf kleinen und mittleren Betrieben würden die Feststoffe im Dekanter von der Gülleflüssigkeit getrennt. Diese „Festgülle“, trockener als Blumenerde, wird dann in Containern zu Biogasanlagen transportiert. Mit zwei Tonnen dieser Masse könne eine Tonne Mais ersetzt werden, so Heeidemann. Und selbst die Gärreste aus den Biogasanlagen könnten noch dekantiert und zum Beispiel zur Humusanreicherung mit Miststreuern auf die Felder verbracht werden. Der Maisanbau lasse sich so reduzieren, was die Preissteigerungen für die Anbauflächen reduzieren könne und wiederum den Milchbauern zu Gute käme, die nicht mehr so immense Ausgaben für Futtermittel hätten. Zusätzlich könnten mittels des Dekanters die erforderlichen Lagerkapazitäten für die Gülle reduziert werden, da das Volumen um bis zu 30 Prozent schrumpfe.

Heidemann verzeichnete auf der Messe reges Interesse für das Verfahren und führte viele Gespräche mit Landwirten und Biogasanlagenbetreibern. Die in einem Container untergebrachte Anlage steht die Woche über auf den Höfen und am Wochenende bei einer Biogasanlage. Heidemann ist sich sicher, dass es künftig mehr Anlagen dieser Art geben wird.

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