zur Navigation springen

Schornsteinfeger-Spende : „Men in black“ sorgen für volle Teller in der Suppenküche

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

An Silvester sammelten Schleswigs Schornsteinfeger 1340 Euro Spenden, die sie am Donnerstag der Suppenküche übergaben.

von
erstellt am 07.Feb.2014 | 07:45 Uhr

„Dieser Beitrag gibt uns die Sicherheit, über vier Monate etwas in die Töpfe bröckeln zu können.“ Gisela Geißler konnte gar nicht genug „Danke“ sagen, als gestern sechs zünftig gekleidete Schornsteinfeger in die von ihr geleitete Suppenküche über dem Jugendzentrum stapften und ihr einen Spendenscheck über satte 1340 Euro überreichten.

Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten die Handwerker am Silvestertag zugunsten der sozialen Einrichtung im Stadtweg Spenden gesammelt. Vorne weg lief – wie bereits seit sechs Jahren – Freimut Fischer. Im Schlepptau hatte er insgesamt zwölf Helfer, zusammengesetzt aus Mitarbeitern der Schornsteinfeger-Betriebe Marten und Kampmann sowie einige ihrer Familienmitglieder. „Wir hatten wieder eine Masse Spaß. Schön, dass dabei so viel Geld zusammengekommen ist“, meinte Fischer, der inzwischen zwar in Rente gegangen ist, aber weiterhin die Spendenaktion organisieren möchte.

Das freut auch Gisela Geißler. Sie konnten es kaum fassen, wie hoch die Summe in diesem Jahr ausgefallen ist. „Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Gruppe nur zweieinhalb Stunden unterwegs war.“ In dieser Zeit allerdings haben die Schornsteinfeger alles gegeben. Sie sprachen unzählige Passanten an und sind in sämtliche Läden hineingestiefelt, um für die Suppenküche zu sammeln. Dafür haben sich die Schornsteinfeger – ganz in ihrem Element als lebende Glücksbringer – gerne von fremden Menschen umarmen lassen. Manche drehten auch die Knöpfe ihrer Kluft oder rieben ihnen über die Schulter. „Die durften alles machen für eine Spende“, erzählte Dirk Kampmann mit einem Augenzwinkern.

Für diesen Einsatz bedankte sich auch Pastor Matthias Lange von der evangelische-freikirchlichen Gemeinde, die die Suppenküche gemeinsam mit dem Jugendzentrum betreibt. „Es ist toll, wie viele Menschen sich für die Einrichtung engagieren. Wir sind stolz, dass die ,Men in black’ zu diesen Unterstützern gehören“, meinte er mit Blick auf die Schornsteinfeger. Die ehrenamtlich geführte Einrichtung an den Königswiesen könne jeden Cent gut gebrauchen.

Bis zu 65 Menschen, vom Kleinkind bis zur 90-jährigen Dame, nutzen die Einrichtung jeden Donnerstagmittag, um eine warme Mahlzeit zu genießen – entweder umsonst oder gegen eine freiwillige Spenden. Inzwischen, so betonten Geißler und Lange, habe sich die Suppenküche darüber hinaus zu einem wichtigen Treffpunkt entwickelt. „Ein Mann sagte einmal: Hier bekommt man nicht nur etwas Warmes für den Magen, sondern auch fürs Herz“, erzählt Geißler, die sämtlichen Unterstützern verspricht, dass ihr Geld gut angelegt ist. „Unsere 20 Helfer kalkulieren sehr genau. Und hier gibt es nichts aus der Konserve, sondern nur frische Zutaten.“ Davon könne sich jeder Spender selbst ein Bild machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen