zur Navigation springen

Grossbrand : Wohnhaus in Sieverstedt niedergebrannt

vom
Aus der Onlineredaktion

80 Feuerwehrmänner versuchen, ein Haus zu retten. Beim Löschen gibt es viele Probleme - zum Beispiel mit dem Wasser.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2015 | 09:40 Uhr

Sieverstedt | Ein Großbrand hat am Donnerstagmorgen ein Wohnhaus im Sieverstedter Ortsteil Süderschmedeby (Kreis Schleswig-Flensburg) vollständig zerstört. Das Feuer war vermutlich in der Küche ausgebrochen und hatte sich dann schnell ausgebreitet. Ein Schüler hatte die Flammen auf dem Weg zur Schule in dem unbewohnten Gebäude entdeckt und die Nachbarn informiert; sie sind zugleich die Besitzer des zerstörten Hauses.

Da sich das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Süderschmedeby nur wenige hundert Meter vom Einsatzort entfernt befindet, waren die ersten Einsatzkräfte binnen weniger Minuten vor Ort. Wegen der starken Rauchentwicklung versuchten sie noch, den Brand im Innenangriff unter schwerem Atemschutz unter Kontrolle zu bringen.

Doch offenbar hatten sich Flammen und Hitze unter dem Dach bereits zu weit ausgebreitet. Kurze Zeit später schlugen bereits meterhohe Flammen und eine dichte Rauchsäule aus Dach und Fenstern des Hauses, das zur Zeit renoviert wird.

Mit der ebenfalls alarmierten Drehleiter der Flensburger Berufsfeuerwehr wurde der Brand von oben bekämpft. Große Sorge bereitete den Einsatzkräften ein direkt angrenzendes Reetdachhaus, das vor dem Brand geschützt werden musste. Ein Übergreifen der Flammen verhinderten die rund 80 Feuerwehrkräfte.

Ein weiteres Problem: die Löschwasserversorgung. Die umliegenden Hydranten lieferten kaum genug Wasser, um alle Rohre und die Drehleiter versorgen zu können. Daher wurde auch das Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen für die Brandbekämpfung verwendet.

Trotz aller Bemühungen konnte die Feuerwehr das Wohnhaus jedoch nicht retten. Es brannte vollständig aus. Die Besitzer mussten geschockt den Löscharbeiten zusehen – sie blieben jedoch unverletzt.

Brandursache und Schadenshöhe sind noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und den Brandort für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

Blaulichtmonitor



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen