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Schleswig : Suchaktion nach schwerem Unfall auf der B201

vom

Der schwer verletzte Fahrer eines Unfallwagens vermisste seine mutmaßliche Beifahrerin. Nach einer halben Stunde löste sich das Rätsel auf.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 06:46 Uhr

Schleswig | Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B201 in Höhe Schleswig hat am Dienstagabend nicht nur einen Rettungs- sondern auch einen Sucheinsatz ausgelöst. Nachdem ein Auto verunfallt war, wurde zunächst eine mutmaßliche Insassin des Wagens vermisst.

Der Unfall ereignete sich gegen 20.45 Uhr zwischen den Abfahrten Ratsteich und Flensburger Straße. Aus noch ungeklärter Ursache war ein Mann vermutlich ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge nach rechts von der Straße abgekommen und in den Graben geraten. Dort fuhr der Opel Corsa die Böschung hinauf und überschlug sich mindestens ein Mal, bevor der Kleinwagen wieder auf den Rädern auf der Fahrbahn zum Stehen kam.

Unfallzeugen alarmierten umgehend Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Um den leicht im Wagen eingeklemmten Mann möglichst schonend zu befreien, wurde schweres Gerät eingesetzt. „Wir haben das Dach des Fahrzeuges abgetrennt und das Unfallopfer dann nach oben aus dem Fahrzeug gehoben“, erklärt Einsatzleiter Sönke Schloßmacher die Maßnahmen.

Gegenüber den Rettungskräften gab der Autofahrer dann an, dass sich noch eine weitere Person im Fahrzeug befunden habe. Daraufhin ließ Einsatzleiter Schloßmacher sofort die umliegenden Randbereiche der B201 absuchen. Ein größeres Feld an der Unfallstelle wurde mit einer Menschenkette abgesucht. Auch die Gräben wurden ausgeleuchtet, da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Person im Schock nach dem Unfall davongelaufen sein könnte.

Von den 55 alarmierten Feuerwehrkräften der Wehren Schleswig und Neuberend waren rund 40 Personen mit den Suchmaßnahmen beschäftigt. Nach rund einer halben Stunde konnte die Polizei dann Entwarnung geben. Es stellte sich heraus, dass sich die Frau, die auf dem Beifahrersitz gesessen haben soll, zum Unfallzeitpunkt nicht mehr im Fahrzeug befand. Daraufhin konnte die Suchaktion abgebrochen werden.

Der verunfallte Autofahrer wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen mit einem Rettungswagen in die Klinik eingeliefert. Sein total beschädigtes Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Die B201 war während der Rettungs- und Suchmaßnahmen für rund eineinhalb Stunden voll gesperrt.

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