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Erster Neubau seit 900 Jahren : Stapellauf in Haithabu: Ein Wikingerschiff als Botschafter

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Es schwimmt wie eine „Eins“. Vor den Augen von 1000 Zuschauern wird das erste Wikingerschiff seit 900 Jahren in Haithabu zu Wasser gelassen.

Haithabu | Nach knapp 1000 Jahren ist an der Wikingerstätte Haithabu bei Schleswig am Sonntag erstmals wieder ein neues Wikingerschiff vom Stapel gelaufen. Das 9,10 Meter lange und gut 2 Meter breite Schiff aus Eichenholz sei auf den Namen „Erik Steuermann“ getauft worden, wie Sprecher Frank Zarp am Sonntag sagte. Der Name steht in nordischen Lettern an der hölzernen Bordwand. „Das Boot schwimmt wie eine 'Eins'. Die Erwartungen von Bootsbauer Kai Zausch sind noch übertroffen worden“, sagte Zarp.

Künftig soll es als Botschafter für Haithabu fungieren. Mehr als 1000 Besucher waren zu dem Stapellauf gekommen, sagte Zarp. „Die Leute sind alle begeistert.“ Entstanden ist das Wikingerschiff in den vergangenen sieben Monaten in rund 3000 Arbeitsstunden auf einer direkt an den Wikingerhäusern errichteten Schiffsschmiede. Der Neubau durch Bootsbauer Zausch aus Zickhusen in Mecklenburg-Vorpommern wurde mit insgesamt 71.000 Euro durch Sponsoren und Förderer des Wikinger Museums finanziert.

Das Schiff hat 18 Quadratmeter Segelfläche und eine Besatzung von bis zu zwölf Männern und Frauen. Bis zu zehn Ruderer finden an Bord Platz. Schiffe dieser Art wurden auch im Hafen von Haithabu gefunden. Nach Angaben von Claus von Carnap-Bornheim, Leiter des Archäologischen Landesamtes, wurde zuvor vor 990 Jahren das letzte Mal in Haithabu ein Schiff gebaut. Das jüngste im Hafen der Wikingerstätte entdeckte Wrack war im Jahr 1024 fertiggestellt worden.

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erstellt am 02.Nov.2014 | 13:41 Uhr

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