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Umleitung für Rader Hochbrücke : Lkw-Unfälle lösen Verkehrschaos bei Kropp aus

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Die Rader Hochbrücke ist für den Schwerlastverkehr gesperrt, die B77 stark belastet. Auf zwei Umleitungsstrecken im Kreis Schleswig-Flensburg geht am Dienstag so gut wie nichts mehr. Die vielen Lkw auf den Strecken machen den Einsatzkräften Probleme.

Es ist die Hauptumleitungsstrecke für den Schwerlastverkehr, der normalerweise die Rader Hochbrücke passiert: die B77 zwischen Schleswig und Rendsburg. Die Zunahme des Schwerlastverkehrs sei hier, so berichten Anwohner, in den letzten Wochen deutlich zu spüren. Doch was, wenn auch diese wichtige Umleitungsroute zurück auf die A7 ausfällt? Mit diesem Szenario mussten sich Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei am Dienstag beschäftigen.

Gegen 11 Uhr kam es zwischen Kropp und Tetenhusen zu einem folgenschweren Unfall. Der Fahrer eines mit 18 Tonnen Zitrussaft beladenenen Lastwagens aus Dänemark hatte plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in den Straßengraben gekippt. Da aus den Fässern eine grünliche Flüssigkeit austrat und der genaue Inhalt zunächst unklar war, wurde vorsorglich Gefahrgutalarm ausgelöst. Ein Großeinsatz für die Feuerwehr lief an, die B77 wurde voll gesperrt. Den Inhalt der Fässer betreffend konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Einsatzkräfte des Löschzuges Gefahrgut aus Schleswig bestätigten, dass keine Gefahr ausgehe.

Der Personen- und Schwerlastverkehr musste im Zuge der Vollsperrung umgeleitet werden. Unter anderem wurde der Verkehr über die L39, eine Nebenstrecke der B77 geführt. Laster an Laster rollte über die schmalere Landstraße, als auch hier ein Unfall passierte: Der Fahrer eines bulgarischen Lkw geriet auf die weiche Bankette und rutschte in den Straßengraben. Der Verkehr rund um Kropp kam zum Erliegen. Fieberhaft arbeiteten Polizei, Feuerwehr und Straßenmeisterei an einer Lösung. Der Verkehr wurde nunmehr weiträumig bereits ab Rendsburg umgeleitet. Die Einsatzkräfte hatten Schwierigkeiten, überhaupt an die Unfallstelle zu kommen. Auf der schmalen Landstraße gab es kaum Möglichkeiten, an der langen Schlange aus Lastern zum Unfall-Sattelschlepper zu gelangen. Teilweise mussten Lkw rückwärts über Nebenstraßen manövrieren, um zurück auf die B77 Richtung Rendsburg zu fahren.

Bis in den Abend hinein waren Spezialunternehmen und die freiwillige Feuerwehr voraussichtlich mit der Bergung der beiden Fahrzeuge beschäftigt. In beiden Fällen musste die Ladung umgeladen werden, ehe die LKW aus den Straßengräben gezogen werden konnten. Im ersten Fall waren es 18 Tonnen Fässer, im zweiten Fall 24 Tonnen Kunststoffkartons.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 16:42 Uhr

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