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Einsatz in Maasbüll : Junge mit Hund zwingt Zug zur Notbremsung

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Ein Junge läuft mit seinem Hund in Maasbüll auf die Gleise - trotz einer geschlossenen Schranke. Der Zug kommt etwa 100 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2014 | 18:01 Uhr

Der Schrecken saß tief, offenbar wäre es in Maasbüll (Kreis Schleswig-Flensburg) am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr beinahe zu einem schweren Bahnunfall gekommen. Die Regionalbahn von Kiel nach Flensburg passierte gerade die Ortschaft Maasbüll und bewegte sich auf den Bahnübergang „Schmutzbengel“ zu, als der Triebwagenführer auf dem Bahnübergang einen Jungen erkannte, der trotz geschlossener Schranken einen Hund von den Gleisen ziehen wollte. Zu diesem Zeitpunkt war der Zug beinahe schon auf gleicher Höhe wie der Junge. Der Triebwagenführer löste sofort eine Notbremsung aus. Der Zug kam etwa 100 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen.

Über Notruf wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Die Feuerwehren Maasbüll und Hürup-Weseby, Rettungsdienst und Notarzt, sowie Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei eilten nach Maasbüll. Minuten später die erlösende Nachricht, von dem Jungen weit und breit keine Spur, auch war an der Regionalbahn nichts zu erkennen, was auf einen Unfall hindeuten könnte. Offenbar konnte der Junge sich und den Hund in letzter Sekunde in Sicherheit bringen. Die Insassen der Regionalbahn wurden bei der Notbremsung nicht verletzt, aber gerade beim Triebwagenführer saß der Schrecken tief.

Der alarmierte Notfallmanager der Deutschen Bahn leitete weitere Maßnahmen ein und gab die Bahnstrecke nach rund einer Stunde wieder frei. Die Regionalbahn konnte mit einem zweiten Lokführer die Fahrt nach Flensburg fortsetzen.

Landes- und Bundespolizei nahmen vor Ort die Ermittlungen auf. Man wolle den Jungen natürlich im Nachhinein auf die Gefahren am Bahnübergang und das Fehlverhalten hinweisen. Der blieb aber vorerst unauffindbar.

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