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Feuer in Süderbrarup : Historisches Reetdachhaus brennt nieder

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr: Eine Reetdachkate mitten im Wald brannte in der Nacht nieder. Das Haus war für die Einsatzkräfte nur schwer zu erreichen.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 06:44 Uhr

Süderbrarup | Als die Feuerwehr alarmiert wurde, schlugen die Flammen schon aus dem Dach: Im Süderbraruper Heidbergweg (Kreis Schleswig-Flensburg) hat ein Großfeuer in der Nacht ein historisches Reetdachhaus vollständig zerstört. Die Bewohner konnten sich selbst ins Freie retten und blieben unverletzt.

Der Alarm ging bei der Feuerwehr kurz vor zwei Uhr in der Nacht ein. Die Bewohner einer historischen Reetdachkate konnten sich bereits aus ihrem Haus retten, nachdem die Rauchmelder angeschlagen und das Ehepaar Brandrauch wahrgenommen hatte.

Als die Feuerwehr wenige Minuten später eintraf, war schnell klar, dass das Haus nicht zu retten sein würde. „Das gesamte Haus stand schon in Vollbrand“, wie Wehrführer und Einsatzleiter Uwe Raub erklärt. Zudem stellte der Brandort die Feuerwehr vor besonderere Herausforderungen. Das Haus steht rund 50 Meter von der Straße entfernt in einem Waldstück, ist rundherum eingewachsen und somit kaum zugänglich. „Mit Fahrzeugen konnten wir gar nicht an das Haus gelangen, daher war auch der Einsatz der Drehleiter nicht möglich“, so Raub weiter.

Die Feuerwehr behalf sich mit einer Rettungsplattform, die eigentlich für die Rettung eingeklemmter Personen aus Lastwagen gedacht ist. „Diese wurde aufgebaut und dann immer weiter um das Haus getragen, um das brennende Reet von oben ablöschen zu können“, erklärt Einsatzleiter Raub die ungewöhnliche Löschmethode.

Das im Jahr 1878 erbaute Haus brannte trotz des schnellen Einsatzes von drei Freiwilligen Feuerwehren völlig nieder und stürzte noch während der Löscharbeiten teilweise ein.

Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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