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Bürgermeister-Wahl : Handewitt wählt Thomas Rasmussen

vom

Handewitt im Kreis Schleswig-Flensburg hat einen neuen Bürgermeister. Thomas Rasmussen will auch die Nein-Wähler von seiner Arbeit überzeugen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2014 | 20:14 Uhr

Handewitt | Als um 18.48 Uhr das vorläufige amtliche Ergebnis der Bürgermeister-Wahl feststand, da wichen die letzten Zweifel aus der Handewitter Gemeindeverwaltung. Es dominierten eindeutig die „Ja"-Stimmen. Der einzige Kandidat Thomas Rasmussen erreichte 70,89 Prozent und wird damit der neue hauptamtliche Bürgermeister Handewitts. „Jetzt geht es darum das Vertrauen der Ja-Wähler nicht zu enttäuschen, aber auch darum die Nein-Wähler von meiner Arbeit zu überzeugen“, sagte der 47-Jährige in einer ersten Reaktion.

Damit endeten die Monate der Ungewissheit, die im September begonnen hatten, als er seinen Ring in den Hut geworfen hatte. Auch der Wahltag dehnte sich noch einmal. Bereits gegen 9 Uhr gab Thomas Rasmussen in der ehemaligen Handewitter Sozialstation seine Stimme ab. Andrang herrschte nicht gerade. Der Mittag entpuppte sich als einzige Stoß-Zeit. Am Ende lag die Wahlbeteiligung bei 22,67 Prozent. „Ein relativ guter Wert“, meinte Bürgervorsteher Joachim Schmidt (CDU). Er nannte 32 bis 33 Prozent als bundesweite Höchstzahlen für separat stattfindende Bürgermeister-Wahlen – bei mindestens zwei Kandidaten. „Die Wahlbeteiligung ist zu niedrig“, zeigte sich Grünen-Vorsitzende Helga Knaack indes etwas enttäuscht.

Thomas Rasmussen erschien am Abend bereits deutlich vor 18 Uhr in der Gemeindeverwaltung. Um 18.15 Uhr tauchten die ersten Ergebnisse an der Tafel auf. In Ellund und Haurup ging es über 80 Prozent hinaus, Timmersiek traf ziemlich genau den späteren Gemeinde-Trend. Ein erstes Lächeln huschte über das Gesicht von Thomas Rasmussen. Ein Dämpfer aus Weding-Ost mit einer Wahlbeteiligung von unter 19 Prozent folgte – und dann eine lange Geduldsprobe. In Jarplund dauerte die Auszählung eine halbe Stunde länger. Hier gingen prozentual die meisten Wähler an die Urne (27,82 Prozent). Aber nur 25 Ja-Stimmen weniger, und es hätte ein Patt gegeben. „Die Stimmungsmache in Jarplund ist eindeutig zu erkennen“, meinte Joachim Schmidt.

Die CDU, die KWG und die Grünen hatten Thomas Rasmussen im Wahlkampf unterstützt. „Unser Kandidat ist durchgekommen“, registrierte KWG-Vorsitzende Brigitte Erichsen erleichtert. „Ich vermute, dass die Nein-Stimmen nichts mit seiner Person zu tun haben, sondern mit der Tatsache, dass es nur einen Kandidaten gab. Thomas Rasmussen hatte schon in der letzten Zeit an diversen Veranstaltungen und Sitzungen in der Gemeinde teilgenommen. Bis zu seiner Vereidigung am 11. März möchte der jetzige Leiter des Flensburger Bauordnungsamts seine Präsenz auf der Geest erhöhen und sich bereits in einige Themenfelder tiefer einarbeiten.

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