Schleswig : Mehrfamilienhaus neben Hotel abgebrannt

Der Dachstuhl des Fachwerkhauses ist komplett zerstört. Foto: Sörensen
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Der Dachstuhl des Fachwerkhauses ist komplett zerstört. Foto: Sörensen

In Schleswig ist ein Mehrfamilienhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen Hotel "Stadt Hamburg" abgebrannt. Die Brandursache ist noch unklar.

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06. November 2011, 01:45 Uhr

Die Feuerwehr hat am Freitagmittag eine drohende Brandkatastrophe in der Innenstadt verhindert. Mit vereinten Kräften brachten 65 Einsatzkräfte aus Schleswig und Busdorf ein Feuer unter Kontrolle, das im Dachstuhl eines leerstehenden Fachwerkhauses an der Flensburger Straße ausgebrochen war. Durch ihre schnelle Reaktion konnten die Feuerwehrleute ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte und ebenfalls leerstehende frühere Hotel "Stadt Hamburg" unterbinden.
Dass auch das "Stadt Hamburg" in Mitleidenschaft gezogen werden würde, war zunächst die größte Sorge von Schleswigs Wehrführer Sönke Schloßmacher, der die Löscharbeiten leitete. Eine noch größere Sorge kam erst während des Einsatzes hinzu. Anwohner berichteten den Rettern, dass sich in dem leerstehenden Haus bisweilen ein Obdachloser aufhalten würde. Allerdings konnten sich die Feuerwehrleute nicht umgehend auf die Suche nach dem Mann machen, da das Betreten des brennenden Hauses lebensgefährlich gewesen wäre. Später stellte sich heraus, dass sich der Obdachlose nicht in dem Haus befand, als das Feuer außer Kontrolle geriet. Er meldete sich bei den Feuerwehrleuten.
Nachlöscharbeiten bis in die Abendstunden
Mehr als eine Stunde dauerte es, bis alle wesentlichen Brandherde gelöscht waren. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin. Die südliche Flensburger Straße (ab Kreishaus) bis zur Einmündung Lollfuß / Schleistraße musste für den Verkehr voll gesperrt werden. Dadurch kam es in der Innenstadt während des ganzen Nachmittags zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und insbesondere im Feierabendverkehr zu mehrere hundert Meter langen Staus.
Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Die Sicherung möglicher Spuren wurde jedoch dadurch erschwert, dass das Haus in Folge des Brandes als einsturzgefährdet gilt und weiterhin nicht betreten werden kann. Einsatzkräfte sagten gegenüber dem sh:z, dass sie eine Brandstiftung für wahrscheinlich halten. Denn die Gas- und Stromversorgung des Hauses sei bereits vor mehreren Jahren gekappt worden.

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