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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 03:29 Uhr

Tourismus-Statistik : Mehr Urlauber in Schleswig

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Ostseefjord Schlei GmbH zieht positive Bilanz für die Saison 2014. Auch im laufenden Jahr setzt sich der Positiv-Trend fort.

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 07:51 Uhr

Die Tendenz geht eindeutig nach oben. Zum fünften Mal in Folge kann die Ostseefjord Schlei GmbH (OFS) wachsende Tourismuszahlen für Schleswig und die Region präsentieren. Entsprechend zufrieden stellte Geschäftsführer Max Triphaus gestern die Bilanz für das Jahr 2014 im städtischen Kultur- und Tourismusausschuss vor.

Besonders bei den Übernachtungszahlen (19  183) hat Schleswig im Vergleich zu 2013 demnach einen Riesensprung gemacht: Das bedeutet ein sattes Plus von 27 Prozent. Zum Vergleich: In der gesamten Region, die von der OFS touristisch vermarktet wird, lag die Steigerungsrate bei etwa 11 Prozent. „Die Schleiregion ist einfach angesagt. Speziell Schleswig profitiert davon ganz eindeutig. Das kann man schon so sehen“, sagte Triphaus am Rande der Ausschuss-Sitzung. Insgesamt sei dies aber auch ein Zeichen für den Aufschwung, den der Tourismus seit vergangenem Jahr im ganzen Land erlebt. Auch für das erste Halbjahr 2015 zeichne sich ein weiter steigender Trend ab. Hier verzeichnet die gesamte OFS-Region aktuell ein Übernachtungsplus von gut sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei diesen Zahlen bezieht sich Triphaus allein auf die Statistiken der OFS. Alle Buchungen, die direkt bei den Hotels eingehen oder über andere Internet-Buchungsportale vorgenommen werden, fließen dort nicht ein. „Aber auch in diesen Bereichen gibt es ein stetiges Plus“, erklärte er mit Blick auf amtliche Statistiken.

Im vergangenen Jahr konnte die Tourismusorganisation in Schleswig und Umgebung 19 Vermieter mehr als noch im Jahr zuvor für sich gewinnen. Damit befinden sich in ihrer Vermarktung der OFS insgesamt 134 Anbieter mit 268 Quartieren. Diese wiederum, so erläuterte Triphaus weiter, würden immer öfter online gebucht. Auch in diesem Bereich verzeichnet man demnach ein Plus von 13 Prozent. Inzwischen würden demnach fast die Hälfte aller Buchungen online eingehen. Auch die Homepage der OFS, die 2016 rundum erneuert werden soll, werde von Jahr zu Jahr öfter angeklickt (in 2014 rund 380  000 Mal). „Durch die stärkere Internetnutzung der Gäste entsteht einerseits ein enormer Bedarf an sogenannten Backoffice-Arbeiten für unser Team. Andererseits legen wir deshalb natürlich höchsten Wert darauf, unsere Sichtbarkeit im Internet kontinuierlich zu steigern.“ Unabhängig davon würden aber dennoch die Besucherzahlen in der Touristen-Information im Plessenhof weiter steigen. So informierten sich im Jahr 2014 rund 14  000 Gäste direkt vor Ort – ein Zuwachs von 4,4 Prozent. In diesem Jahr kamen allein von Januar bis August bereits 11400 Besucher.

Von denen buchen derweil auch viele eine Stadtführung. Davon fanden in Schleswig im Jahr 2014 insgesamt 348 statt (mit 6067 Teilnehmern). Passend dazu hat die OFS 10  000 neue Stadtführungs-Flyer drucken lassen. Auch die Broschüren für die historischen Stadtrundgänge (20  000 Exemplare) und ein neuer Schleswig-Stadtplan für Touristen (40  000 Exemplare) wurden überarbeitet und neu gedruckt.

„Wir fühlen uns sehr gut aufgestellt“, zog Triphaus ein positives Fazit. Insbesondere die groß angelegte „Langsamzeit“-Kampagne, auf die man seit vergangenem Jahr setzt, komme bei den Gästen gut an. „Dieses Thema erreicht die Menschen, wir bekommen sehr viel positives Feedback.“ Neben einem eigenen Internetauftritt (www.langsamzeit.de) hatte die OFS unter anderem einen Foto-Wettbewerb unter dem Motto initiiert, in Hamburg und Hannover wurden Busse mit „Langsamzeit“-Motiven beklebt und in mehreren Großstädten in Nordrhein-Westfalen wurden entsprechende Plakate aufgestellt sowie Messestände aufgebaut.

Am Ende gab es ausschließlich Lob von den Ausschussmitgliedern für die Arbeit der OFS. „Es ist toll, was sie alles auf den Weg gebracht haben“, meinte Heidemarie Hansen von der CDU. Und Eckhard Haeger fügte für die SPD an: „Diese positiven Entwicklungen zeigen, dass es damals richtig war, die Kräfte in der Tourismusvermarktung zu bündeln.“

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