Treia : Mehr Sicherheit für Radfahrer

Anja Pfeiffer und Sohn Jannes freuen sich darauf, bald auf dem neuen Radweg Fahrrad fahren zu können.
Anja Pfeiffer und Sohn Jannes freuen sich darauf, bald auf dem neuen Radweg Fahrrad fahren zu können.

Der Ausbau des Weges zwischen Treia und Esperstoft ist fast abgeschlossen. Die Arbeiten kosten 500 000 Euro.

shz.de von
06. Juli 2018, 18:58 Uhr

„Wir haben hier in den vergangenen Jahren viel Erde bewegt, Rohrleitungen wurden verlegt und Bordsteinkanten gesetzt“, beschreibt Johann Nissen, Treias ehemaliger Bürgermeister. „Jetzt fehlt nur noch die Asphaltdecke, dann ist der Radweg fertig.“ Mit der Fertigstellung des Teilstückes vom Grüfter Wald bis zum Kerlöher Weg verläuft dann auf einer Gesamtlänge von 2,2 Kilometern ein Radweg parallel zur Landstraße 29 von Treia in Richtung Esperstoft.

„Es war ein großes Projekt, das der Gemeindevertretung von Anfang an sehr am Herzen lag“, erklärt Nissen. „Wir wollten die stark befahrene Straße sicherer machen – auch für die Kinder, die die Straße als Schulweg nutzen.“ Ein Teilstück, von der Straße Steenerich bis zum Grüfter Wald, war bereits in einem ersten Abschnitt gebaut worden. Um die nicht unerheblichen Kosten für den Ausbau stemmen zu können, wurde das Vorhaben in mehreren Abschnitten realisiert und so auf mehrere Jahre verteilt.

Die Planungen für den letzten Abschnitt haben im Jahr 2016 begonnen. Nach Abstimmung mit der Straßenbauverwaltung und Gesprächen mit Anliegern konnte es losgehen. „Beim Ausbau eines Radwegs müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Zum Beispiel auch die Breite der Straße. Sie muss so breit sein, dass genug Platz zur Verfügung steht, um dem Gegenverkehr ausweichen zu können. Deshalb wurde sie im Bereich der Wohnbebauung verbreitert. Den Anliegern sind wir dankbar, dass wir Teile ihrer Grundstücke erwerben konnten.“

Nach den Baumaßnahmen mussten dort Wälle und Zäune wieder Instand gesetzt werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Bau des Radwegs auf annähernd 500 000 Euro. „Das ist eine stolze Summe, aber die Investition in die Sicherheit ist sie absolut wert“, ergänzt Nissen. Viele Radfahrer werden den landschaftlich reizvoll gelegenen Radweg jetzt auch zur Naherholung nutzen, zum Beispiel Anja Pfeiffer und ihr Sohn Jannes. „Gerade für kleine Verkehrs-Anfänger ist ein sicherer Radweg wichtig. Wir werden hier bestimmt oft unterwegs sein und finden es toll, dass der Weg in ein paar Tagen freigegeben wird.“

Für Johann Nissen war der Ausbau des Radwegs eines seiner letzten großen Projekte, die er umsetzen konnte. „Den Abschluss erlebe ich jetzt zwar nicht mehr als Bürgermeister, aber das ist auch nicht so wichtig“, betont er. „Wichtig ist, dass hier alle sicher unterwegs sein können.“


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