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Schleswiger Nachrichten

22. November 2017 | 21:40 Uhr

Schleswig : Mehr Parkplätze für den Stadthafen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Stadtwerke wollen zur kommenden Saison 30 neue Stellplätze einrichten. Gebühren sind dabei kein Tabuthema mehr.

von
erstellt am 04.Jul.2017 | 06:50 Uhr

Wenn sich in Schleswig etwas in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt hat, dann der Stadthafen. Längst ist er zum beliebten Treffpunkt nicht nur für Touristen, sondern auch für die Schleswiger geworden. Allerdings gibt es ein Problem: Parkplätze sind Mangelware. So wird es regelmäßig eng auf dem Gelände und ringsherum, und manch einer sucht dann ein Plätzchen für sein Auto, auf dem er dies gar nicht abstellen darf. Andere ziehen sogar genervt von dannen.

Genau das aber will man weder bei der Stadt, noch bei den Stadtwerken, die den Hafen betreiben und bei denen man bereits seit Jahren nach einer Lösung der Parkplatzfrage sucht. Nun endlich scheint diese gefunden zu sein. „Wir haben kürzlich bei der Stadt einen Bauantrag gestellt, damit wir eine Fläche von uns an der Abpumpstation am Regenrückhaltebecken zu einem Parkplatz umbauen können. Jetzt warten wir auf Antwort aus dem Rathaus“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Schoofs auf Nachfrage. Zurzeit wird das langgestreckte Areal, zu dem es von der Plessenstraße aus eine Einfahrt gibt, als Ausweichparkplatz für Bootseigener genutzt, die ihre Yacht im Stadthafen liegen haben. Künftig könnten dort, so hofft Schoofs, zumindest 30 Fahrzeuge von Besuchern stehen. „Aber in diesem Jahr rechne ich nicht mehr damit, zumindest nicht, was die Fertigstellung angeht.“

Dass dringend Bedarf besteht an neuen Parkplätzen, weiß nicht nur der Stadtwerke-Chef. Auch die Politik hat sich in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit dem Thema beschäftigt. Insbesondere aber, seitdem regelmäßig Autos auf der Rasenfläche unterhalb der Boje stehen. Im vergangenen Bauausschuss hatte sich zuletzt ein Bürger über die „Wildparker“ beklagt. Nun aber erklärt Wolfgang Schoofs, dass es durchaus „gewollt“ sei, dass dort Fahrzeuge parken. Und zwar die der freiwilligen Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die dort ihr Boot stehen haben, sowie die von einigen Bootseignern. Diese hätten selbst immer wieder Probleme gehabt, einen Parkplatz zu finden. „Und gleichzeitig halten sie jetzt die öffentlichen Stellflächen frei“, erklärt Schoofs, der betont „dass das Platzangebot rund um den Hafen nun einmal sehr begrenzt ist“. Eine Öffnung der Fläche rund um den Kran für Fahrzeuge von Besuchern, wie sie immer mal wieder gefordert wird, schließt er dennoch aus. Dies sei einfach nicht möglich, weil der Kran regelmäßig genutzt werde, etwa um Boote in die Schlei zu hieven oder um sie herauszuheben. „Dafür braucht man Platz.“

Bleiben also die vorhandenen Parkplätze und die Hoffnung auf den Nachschlag am Regenrückhaltebecken. Dort wird man, wie bislang überall am Stadthafen, kostenlos sein Auto abstellen können. Zumindest erst einmal. „Ja, wir denken über Parkgebühren nach“, sagt Wolfgang Schoofs. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. „Dennoch muss man sich perspektivisch darüber Gedanken machen“, sagt er, „spätestens dann, wenn die Stadt eine Parkraumbewirtschaftung umsetzt“.

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