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Schleswiger Mensa-Essen : Mehr Kontrolle für die Eltern

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Stadt plant neues Chipkarten-Bezahlsystem an den Schleswiger Schul-Mensen.

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 07:06 Uhr

Kartenzahlung in der Schulmensa – das gibt es schon lange. Bisher aber ist das System sehr simpel: Abgebucht wird nur der Preis für das tägliche Hauptgericht. Getränke, Brezeln, Brötchen oder Süßigkeiten bezahlen die Schüler in bar. Das soll im nächsten Schuljahr anders werden. Die Stadtverwaltung plant ein neues Bezahlsystem in allen ihren fünf weiterführenden Schulen, also an der Lornsenschule, der Domschule, der Dannewerkschule, der Gallbergschule und der Bruno-Lorenzen-Schule.

Fachdienstleiter Robert Kischkat stellte es jetzt im Schulausschuss vor. Die Schüler sollen dann alles, was in den Mensen angeboten wird, mit ihrer Chipkarte bezahlen können. Die Waren werden dazu in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. „Die Eltern können dann genau angeben, was ihre Kinder kaufen dürfen“, sagte Kischkat. „Zum Beispiel nur das Hauptgericht – oder zusätzlich Brötchen oder Brezel. Theoretisch können die Eltern auch bestimmen, dass das Kind nur Süßkram kaufen darf und kein warmes Essen.“ Dabei ist ein so genanntes „geschlossenes System“ vorgesehen. Es werden also Chipkarten benutzt, die ausschließlich in den Schleswiger Schulmensen gültig sind. „Wir werden dabei nicht wie in anderen Städten mit einer Bank kooperieren“, betonte Kischkat.

Insgesamt will die Stadt für die Umrüstung ihrer Mensa-Kassen rund 20  000 Euro ausgeben. Die beiden Gymnasien sowie die Dannewerk- und die Bruno-Lorenzen-Schule erhalten jeweils zwei Bedien-Terminals, die Gallbergschule eins. „Es ist eine einmalige Investition, die uns dauerhaft Kosten sparen wird“, sagte Kischkat. Die Umstellung ist für den kommenden Sommer geplant.

Ausschuss-Mitglied Susanne Roß (CDU), selbst Mutter von schulpflichtigen Kindern, nahm die Pläne positiv auf. Sie wisse, dass viele Schüler mit dem Geld, das sie von ihren Eltern fürs Mittagessen bekommen, in die Innenstadt gehen, anstatt es in der Mensa auszugeben.

Der Neubau der Schleswiger Mensen zwischen 2007 und 2010 hatte insgesamt mehr als vier Millionen Euro gekostet – bezahlt von der Stadt und vom Land Schleswig-Holstein. Die Investitionen waren ein Beitrag zum Ausbau des Ganztags-Angebots an den Schulen. An der Mehrzahl der Schulen wurden die Mensen jedoch nicht in dem Maße angenommen wie erwartet.

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