Schleswig : Mehr Komfort für Radfahrer

Die alte Kreisbahntrasse ist bei Radfahrern jetzt schon beliebt. Nun könnte sie Asphaltschicht und Beleuchtung erhalten.
Die alte Kreisbahntrasse ist bei Radfahrern jetzt schon beliebt. Nun könnte sie Asphaltschicht und Beleuchtung erhalten.

Stadt hofft auf Fördergelder für einen Schnellweg auf der alten Kreisbahntrasse zwischen Bahnhof und Innenstadt.

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17. Mai 2018, 12:21 Uhr

Mit dem Fahrrad über die alte Kreisbahntrasse vom Bahnhof über die Innenstadt bis zur Freiheit – das ist über weite Strecken jetzt schon möglich. Bald aber könnte die Route zu einem ausgebauten Fahrrad-Schnellweg werden.

Ein Konzept dafür hat die Stadt Schleswig jetzt beim „Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundesumweltministeriums eingereicht. Möglich ist eine finanzielle Förderung von bis zu 90 Prozent. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, meint Bernd Ohde von der Schleswiger Interessengemeinschaft Umweltschutz (IGU), die eine Teilnahme an dem Wettbewerb bereits im vergangenen Jahr angeregt hatte. „Auch wenn es Wettbewerb heißt, ist es eigentlich ein Förderprogramm. „Wenn die Maßnahmen dem Ziel entsprechen, wird die Förderung tatsächlich gewährt.“ Dabei geht es – je nach Umfang – um Summen zwischen 200 000 und fünf Millionen Euro. In diesem Rahmen könnte die Stadt zum Beispiel eine Asphaltschicht oder einen anderen wetterfesten Belag aufbringen und für eine Straßenbeleuchtung sorgen.

Das Konzept der Stadtverwaltung sieht vor, zunächst den Abschnitt vom Bahnhof bis zur Innenstadt auszubauen. Am Bahnhof könnten in diesem Zusammenhang auch verschließbare Fahrradboxen und eine Ladestation für E-Bikes aufgestellt werden. Danach könnte der Abschnitt bis zur Freiheit folgen. Die Gleise der alten Kreisbahn lagen noch bis Anfang der 1990er Jahre. Sie führten vom Bahnhof aus hinter dem Oberlandesgericht vorbei zum Gottorfknoten und von da über den Gottorfdamm und die heutige Schleiuferpromenade an den Königswiesen entlang zum Kreisbahnhof an der Königstraße. Die alte Trasse lässt sich noch heute auf einem je nach Abschnitt unterschiedlich gut gepflegten Radweg bis nach Süderbrarup verfolgen.

Im Schleswiger Stadtgebiet, meint Bauamtsleiterin Manja Havenstein, ließen sich von der alten Bahntrasse aus gut Stichverbindungen zu Schulen, Kindergärten und Wohngebieten schaffen.

Die IGU hat noch weitere Ideen vorgelegt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden könnten, sofern das Bundesumweltministerium sein Förderprogramm fortsetzt. Ohde spricht von einer Fahrrad-Abstellanlage am Capitolplatz sowie von Fahrradampeln und einer verbesserten Wegeführung von der Innenstadt über den Polierteich zum Berender Redder, „so dass auf den vorhandenen Wegen eine sichere und schnelle Verbindung möglich wird“.

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