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Schleswiger Nachrichten

14. Dezember 2017 | 20:42 Uhr

Schleswig : Mehr Gewerbeflächen für St. Jürgen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Neue Ansiedlungen auf dem sechs Hektar großen Areal neben der ehemaligen Schnapsfabrik geplant.

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 10:20 Uhr

Das Gewerbegebiet St. Jürgen wächst. Und die Sterne stehen günstig, sagen Wolfgang Harm und Uwe Panten vom Vorstand des Gewerbevereins. Ähnlich optimistisch beurteilt auch Burkhard Otzen, Geschäftsführer der Wireg Flensburg-Schleswig, die Lage, da die Stadt Schleswig erst vor einem Jahr eine sechs Hektar große Fläche neben der ehemaligen Schnapsfabrik erworben hatte. Diese Fläche wird in etwa 10 bis 15 Parzellen unterteilt, die demnächst für neue Ansiedlungen in die Vermarktung gehen. Zusätzlich begünstige die derzeitige Wirtschaftslage unternehmerische Aktivitäten, so dass man genügend Interessenten für Gewerbeansiedlungen erwarte, meint Otzen. Und Uwe Panten ergänzt: „Die Konjunkturdaten waren seit 25 Jahren nicht mehr so gut wie heute.“

Für die St. Jürgener besteht zudem Aussicht auf noch mehr Gewerbeland. Und zwar in Richtung Norden – bis dahin, wo sich der sogenannte Lärmschutzwall befindet und quasi eine natürliche Begrenzung darstellt. Dieses Grundstück zwischen Gewerbegebiet und dem Erdwall ist 7,3 Hektar groß. Bisher wurde diese Fläche landwirtschaftlich genutzt. Daher plant die Stadt an der Stelle eine Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Zum Zeitplan erklärt Bürgermeister Arthur Christiansen auf SN-Anfrage: „Wir werden noch in diesem Jahr die technischen und planerischen Voraussetzungen für die künftige Gewerbefläche schaffen, damit entsprechende Geldmittel für die Erschließung bereits in den Haushalt 2016 eingeplant werden können.“ Christiansen stuft das Vorhaben als wichtig ein: „Für Schleswig ist es von großer Bedeutung, genügend attraktive Gewerbeflächen für Neuansiedlungen anzubieten.“

Für das Areal neben der ehemaligen Schnapsfabrik ist der B-Plan bereits in der Mache. „Es war ein Glück für uns, dass die Stadt das Grundstück gekauft hat. Denn es liegt perfekt, auch durch die Anbindung zur St. Jürgener Straße und damit zur B 201“, betont Wolfgang Harm, der den Gewerbeverein St. Jürgen anführt.

Rund 120 Betriebe aus Handel, Gewerbe und Dienstleistung sind dort zusammengeschlossen. Die Vereinsmitglieder nennen sich „Drachentöter“ – in Anlehung an den heiligen Georg. Um neue Mitglieder macht sich der Vorstand keine Sorgen – sie kommen von allein, meint Harm. Dabei hätten etliche von ihnen ihren Unternehmenssitz nicht einmal im angestammten Bereich von St. Jürgen, sie kommen aus allen Stadtteilen sowie aus Umlandgemeinden. Eine Vielzahl von Branchen ist im Gewerbegebiet St. Jürgen vertreten, wie die vereinseigene Informationsbroschüre „Kompass“ aufzeigt. Aktuell bilden die im St. Jürgener Gewerbegebiet ansässigen Betriebe insgesamt 58 Auszubildende aus.

Eine Konkurrenz zum Interkommunalen Gewerbegebiet Schuby mit seinen viel größeren Grundstücken sieht Wireg -Geschäftsführer Otzen trotz der geplanten Gebietserweiterung von St. Jürgen nicht. „Denn die Betriebe, die nach Schuby kommen, wollen den schnellen Autobahn-Anschluss nutzen, und das ohne Umwege.“

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