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Kulturausschuss Schleswig : Mehr Geld fürs dänische Theater

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im Kulturausschuss unterstützten alle Fraktionen einen Antrag des SSW. Es geht um 13.500 Euro.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2013 | 07:45 Uhr

Die CDU hatte zunächst um Bedenkzeit im Kulturausschuss gebeten, doch dann folgte auch sie der Argumentation von SPD und Grünen. So kam es zu einer einstimmigen Empfehlung des SSW-Antrages, nach dem der SSF als Kulturträger der dänischen Minderheit künftig mit einem jährlichen Festbetrag von 8500 Euro ausgestattet werden soll. Zuletzt hatte die dänische Organisation für ihre Kulturarbeit, zu der regelmäßig Theater- und Konzertaufführungen in Schleswig gehören, nur etwa die Hälfte aus der Stadtkasse erhalten, nämlich 4980 Euro. „Das hat unsere Vereinsarbeit sehr behindert“, beklagte SSW-Fraktionschef Otmar Petersen.

Der Hintergrund: Ab 2009 waren neue „Richtlinien zur Förderung von kulturellen Veranstaltungen der Stadt Schleswig“ in Kraft getreten. Dafür wurde ein Pool, ausgestattet mit 13 500 Euro, geschaffen. Aus diesem Pool gab es Förderungsbeiträge für Stadtfeste und Laienspielbühnen. Dass auch der SSF (Sydslesvig Forening) in diesen Pool hinein gerückt war, monierte Petersen nachdrücklich: „Denn die professionellen Gastspiele des SSF sind ähnlich zu bewerten wie die Aufführungen des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und des Sinfonieorchesters, zumal es auch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen beiden gibt.“ Nicht allein die starke Kürzung des Förderungsbetrages würde die dänische Kulturarbeit beeinträchtigen. „Auch der Umstand, dass die Förderungsanträge jeweils bis zum 15. September für das folgende Kalenderjahr eingereicht werden müssen, lässt sich nicht mit der Wirklichkeit vereinbaren“, sagte Petersen. Denn die Planung für die folgende Spielsaison beginne traditionell erst Mitte November, nach dem dänischen Theaterseminar. So könnte der SSF gebuchte Inszenierungen nicht mehr im selben Förderungsjahr bezuschusst bekommen.

Um mit einem festen Betrag jährlich kalkulieren zu können, hatte der SSF einen Kompromiss erarbeitet, den Petersen im Namen seiner Fraktion unterstützte: Danach wird der SSF wieder aus dem allgemeinen Zuschuss-Pool herausgenommen.

Bei der Abstimmung entschied sich der Kulturausschuss einstimmig dafür, den Pool mit 13 500 Euro zu erhalten. Unabhängig davon aber soll der SSF künftig einen jährlichen Festbetrag von 8500 Euro erhalten. Dafür soll von der Stadt ein separates „Produkt-Sachkonto“ eingerichtet werden.

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