Rathaus : Mehr Bienen für die Stadt Schleswig

Ausschuss will Insektenhotels und Totholzhaufen.

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13. März 2019, 17:32 Uhr

Die Stadt Schleswig will eine insekten- und bienenfreundliche Stadt werden. Das hat der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Ein entsprechender Antrag der Grünen und der SPD wurde einstimmig angenommen.

Er enthält ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Zunächst sollen die Umweltdienste Flächen in der Stadt identifizieren, die sich für eine Umgestaltung zu Wildblumenwiesen, insektenfreundlichen Staudenbeeten oder Streuobstwiesen eignen. Bei der Baum- und Gehölzpflege sollen die Umweltdienste stets auch Lebensräume für Vögel und Insekten schaffen. An geeigneten Stellen seien Kleinbiotope als Rückzugsorte für Insekten und Kleintiere zuschaffen. Für den Bau von Insektenhotels sollen die Umweltdienste die Kosten ermitteln.

„Gegen so einen Antrag kann man gar nicht stimmen“, sagte Peter Clausen (SSW). „Aber“, so fügte er hinzu, „das Stadtbild kann sich dadurch erheblich verändern. Totholz- und Steinhaufen kommen uns dann entgegen.“ Man müsse schauen, was die Schleswiger und die Touristen dazu sagen, so Clausen.

Carsten Henningsen (Grüne) betonte, dass dieses Projekt gar nicht teuer werden müsse für die Stadt. Er plädierte zudem dafür, dass die Stadt dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beitrete. „Dann müssen wir nicht das Rad neu erfinden“, ergänzte Jürgen Lorenzen (SPD). Helge Lehmkuhl (CDU) regte an, dass die Stadt zusätzlich 2000 Euro pro Jahr für private Maßnahmen bereit stellt, die in die gleiche Richtung zielen. Dies könnten auch Projekte von Schulen oder Kindergärten sein.

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